Schriften unserer Mitglieder

Christof Spannhoff, Kleine Geschichte der Reformationin der Grafschaft Tecklenburg, Norderstedt 2017

Die vorliegenden Beiträge sind größtenteils im Rahmen der Serie 'Reformation im Tecklenburger Land' erschienen, die von August bis Oktober 2017 im Lokalteil (Tecklenburger Landbote) der Westfälischen Nachrichten veröffentlicht wurde. Hinzugefügt wurden der Reihe fünf weitere, bisher unveröffentlichte Beiträge zum Thema.

 

Norderstedt 2017. 80 Seiten. 3,50 €. ISBN  978-3-7448-8255-2. Bestellbar im Buchhandel oder im Internet.


Sebastian Kreyenschulte, Von Bauern zu Bürgern. Geschichte der Familien Rohling/Roling aus Neuenkirchen bei Rheine, Lage 2016

Erstmals im Jahr 1400 taucht im nördlichen Münsterland, in der Bauerschaft Offlum des Kirchspiels Neuenkirchen, der Halberben-Hof Roling in der schriftlichen Überlieferung auf. Die Geschichte dieses Hofes endet im frühen 18. Jahrhundert mit der dem Verkauf wegen zu hoher Verschuldung und der Teilung des Gutes. Bereits im frühen 17. Jahrhundert, als der Hof teilweise fremd bewirtschaftet wird, bewegen sich Söhne des Hofes in Kirchspiel und Wigbold Neuenkirchen, erreichen den Bürgerstatus, führende Ämter im Weichbild und können daher vorteilhafte Heiratsverbindungen eingehen. Zwar führen einige Linien in Handwerkerfamilien, doch die überwiegende Zahl der Roling bzw. Rohling erreicht oder bewahrt im 18. und 19. Jahrhundert den Aufstieg ins Bürgertum.

 

Durch Heiraten mit Familien überwiegend des Wirtschaftsbürgertums in Neuenkirchen, Wettringen, Rheine, Stadtlohn, Bochholt, Oeynhausen, Coesfeld, Münster, Osnabrück, Attendorn, Köln, Hamburg, Amsterdam, Alkmaar, Rotterdam usw. verbinden sich Rohling-Söhne und -Töcher alsbald mit den Hötte, Hüffer, Deiters, Driessen, Storp, Wagener, Stroetmann, Hoffschulte, Coppenrath, Rave, Zumloh, Brennikmeyer, Sültemeyer, Meinau, Schmitz, Kruse, Lansing, Schulte-Ohne, Dücker, Fremann, Gaußelmann, Kauling, Hecking, Brüning, Vissing, Jupsien, Goebel, Kerstiens, Albers, Bonnike, de Bilherbon, Sterneberg, van Spanje, Verhoeven und anderen.

 

Nicht nur innerhalb der Kaufleute-, Verleger-, und Fabrikantenfamilien Rohling bzw. Roling ist eine deutliche Tendenz zum Handel in den Niederlanden erkennbar. Auch die Heiraten der Kleinhändler und Ladenbesitzer dieses Namens, die es aus Neuenkirchen nach Salzbergen bzw. die niederländischen Städten Leiden, Dokkum, Haarlem, Utrecht, Sneek, Zaanstad, Leeuwarden, Uden usw. ziehen, offenbaren eine besondere Affinität zum Textilhandel und -Verkauf.

 

Einige, über die jeweiligen Wohn- und Wirkungsorte der Familien hinausreichende Persönlichkeiten aus der Familie Rohling: Prof. Dr. Oswald Rohling OP (1908–1974), Dominikanerpater, Biologe und Geologe, Rektor der Fachhochschule Vechta; Prof. Dr. August Rohling (1839–1931), Antijüdischer Theologe und Altertumswissenschaftler an der Deutschen Universität Prag; Dr. Heinrich Rohling (1784–1861), Domkapitular im Bistum Münster und Schuldechant des Kreises Lüdinghausen; Dr. Eugen Rohling (1841–1865), Historiker an der von Leopold von Ranke gegründeten Historischen Kommission der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften; Dr. Ludwig Rohling (1907–1972), Norddeutscher Kunsthistoriker und Universitätsdozent; Dr. Hedwig Rohling (1890–1967), Stadtärztin von Köln sowie Frans Rohling (1900–1982), Niederländischer Staatsanwalt, Richter und Politiker.

 

Lage 2016. 462 Seiten. 24,90€. Erschienen im Lippe-Verlag. ISBN  978-3-89918-049-7. Bestellbar im Buchhandel oder im Internet.


Sebastian Kreyenschulte & Christof Spannhoff, Als Schale in das Licht der Geschichte trat. Beiträge zur Frühgeschichte des Ortes, Münster 2015

Ortsjubiläen sind eine feine Sache: Die Menschen feiern zusammen ein besonderes Ereignis, zumeist die schriftliche Ersterwähnung des Namens ihrer Stadt, ihres Dorfes, ihres Ortsteils oder ihrer Bauerschaft. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl der Einwohner und die Verbundenheit mit dem eigenen Wohnort. Allerdings ist es mit der schriftlichen Ersterwähnung eines Ortsnamens nicht immer so leicht. Welche Schwierigkeiten sich also hinsichtlich eines Ortsjubiläums ergeben können und welche Möglichkeiten die historischen Wissenschaften besitzen, diese Probleme zu lösen, sollen in diesem Buch am Beispiel des nordmünsterländischen Ortes Schale, Gemeinde Hopsten, Kreis Steinfurt gezeigt werden. Dazu wird eine breite Palette aufgefächert: In die fünf Beiträge dieser Zusammenstellung sind die neuen Ergebnisse von Paläobotanik, Archäologie, Siedlungsgeographie sowie Geschichts- und Sprachwissenschaft eingeflossen.

 

104 Seiten. 7,99€. ISBN  978-3-95902-119-7. Bestellbar im Buchhandel oder im Internet.


Christof Spannhoff - Leben ohne die Toten. Konfliktaustrag und Kompromissfindung im Kontext der Begräbnisplatz-verlegung im Kreis Tecklenburg (1780-1890), Münster 2014

Im Zentrum dieser Studie steht die Analyse von Konflikten, die sich um die Verlegungen von Bestattungsplätzen entsponnen. In Westfalen lagen die Gräberfelder im ländlichen Bereich noch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein um die Dorfkirche herum. Der Grund dafür bestand darin, dass sich die Verlegungsvorgänge, die vielfach bereits im ausgehenden 18. Jahrhunderts begonnen hatten, oftmals Jahrzehnte lang hinziehen konnten. Auslöser dieser konfliktreichen Prozesse waren aus der Aufklärung erwachsene sanitätspolizeiliche Vorgaben, die allerdings vielfach in Konkurrenz zu den Begräbnispraktiken der örtlichen Bevölkerung und den dahinter stehenden Ideen traten. Die sepulkralkulturellen Vorstellungen der ländlichen Bevölkerung waren dabei teilweise konfessionell geprägt. Deswegen ist als Untersuchungsgebiet der vorliegenden Studie der ehemalige bikonfessionelle Kreis Tecklenburg gewählt worden, um mögliche Unterschiede zwischen katholischen, evangelischen und gemischtkonfessionellen Orten deutlich machen zu können. Ziel der vorliegenden Dissertationsschrift ist es dabei, Einblicke in die einzelnen Gegenstände, Themen und Ursachen dieser speziellen dörflichen Auseinandersetzungen um die Auslagerung der Grabstellen aus dem Zentrum eines Ortes sowie über die unterschiedlichen Formen des Konfliktaustrags und der Konfliktlösung zu gewinnen.

 

Erschienen in der Reihe: Westfalen in der Vormoderne. Münster 2014. 392 Seiten. 49,00€. ISBN 978-3-402-15060-3. Bestellbar im Buchhandel oder im Internet.


Sebastian Kreyenschulte - Namen und Orte. Neuenkirchener Namen im Spiegel ihrer Geschichte, Münster 2013

An der Herkunft von Namen besteht aktuell ein besonderes gesellschaftliches Interesse. So erleben vor allem die Straßennamen gegenwärtig in Nordrhein- Westfalen eine Politisierung, besonders dann, wenn ein historisch belasteter Pate, vielleicht ein Schriftsteller aus der NS-Zeit, als Namengeber gewählt wurde. Aber nicht nur nach historischen Personen benannte Straßennamen erregen Aufmerksamkeit. In das tägliche Leben eingebettete Namen, mit denen das menschliche Umfeld, die eigene und andere Familien (Familiennamen), der Herkunftsort (Siedlungsnamen), der Landbesitz (Flurnamen) und die Bäche und Flüsse (Gewässernamen) angesprochen werden können, erwecken heute Interesse. In diesem Buch wird eine Auswahl von 37 Namen aus dem Gebiet der heutigen Gemeinde Neuenkirchen bei Rheine, die vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit reicht, ausführlich und verständlich erklärt und, wenn möglich, das historische Motiv der Bennennung dargestellt. Namen wie Offlum, Sutrum, Harum, Rüterpol, Helle, Künhok, Donnerhövel, Tie, Haarweg, Dallwand, Wambach usw. werden hier erstmals anhand ihrer historischen Belege gedeutet. Begleitet werden die Ausführungen von insgesamt 39, bisher größtenteils unveröffentlichten Abbildungen.

 

Erschienen in der Reihe: Quellen und Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Neuenkirchen bei Rheine. Münster 2013. 200 Seiten. 12,00€. ISBN 978-3-95645-081-5. Bestellbar im Buchhandel oder im Internet.


Christof Spannhoff - Der Ortsname Lienen. Eine sprachliche und geschichtliche Studie, Norderstedt 2014

Welchen Ursprung hat der Ortsname Lienen? Diese Frage zu stellen, um etwas darüber zu erfahren, was der Name des Ortes, in dem man wohnt, ursprünglich „bedeutet“ hat und wodurch er bei seiner anfänglichen Verwendung motiviert wurde, ist durchaus nachzuvollziehen und verständlich. Denn der Mensch ist stets bestrebt, seine Umgebung zu verstehen. Doch hat die Beschäftigung mit der Entstehung und Entwicklung von Ortsnamen darüber hinaus eine wichtige Bedeutung für die historischen Wissenschaften. Ortsnamen haben eine historische Dimension. Sie sind in der Vergangenheit entstanden und damit ein Relikt aus einer fernen Zeit. Bei Ortsnamen handelt es sich also um Geschichtsquellen und einen Ausdruck menschlicher Kulturleistung.


Christof Spannhoff - Der Ortsname Brochterbeck: Eine namenkundliche Untersuchung, Norderstedt 2014

Welchen Ursprung hat der Ortsname Brochterbeck? Diese Frage zu stellen, um etwas darüber zu erfahren, was der Name des Ortes, in dem man wohnt, ursprünglich „bedeutet“ hat und wodurch er bei seiner anfänglichen Verwendung motiviert wurde, ist durchaus nachzuvollziehen und verständlich. Denn der Mensch ist stets bestrebt, seine Umgebung zu verstehen. Doch hat die Beschäftigung mit der Entstehung und Entwicklung von Ortsnamen darüber hinaus eine wichtige Bedeutung für die historischen Wissenschaften. Ortsnamen haben eine historische Dimension. Sie sind in der Vergangenheit entstanden und damit ein Relikt aus einer fernen Zeit. Bei Ortsnamen handelt es sich also um Geschichtsquellen und einen Ausdruck menschlicher Kulturleistung.


Christof Spannhoff - Alles für die Katz'?: Eine historische Anthologie zum Jubiläum "700 Jahre Kattenvenne", Norderstedt 2013

Im Jahr 2012 konnte der kleine Ort Kattenvenne, Gemeinde Lienen (Kreis Steinfurt) das Jubiläum "700 Jahre Kattenvenne" feiern. Grund war die erste nachweisbare Nennung des Namens in einer Urkunde aus dem Jahr 1312. Die vorliegende Sammlung vereint einige historische Aufsätze zu Aspekten der Kattenvenner Geschichte. Vor allem der Namenkunde wird breiter Raum entgegen gebracht. In dem Band findet sich z.B. die Antwort darauf, warum Kattenvenne so heißt, wie es heißt.


Christof Spannhoff - Von Schale bis Lienen: Streifzüge durch die Geschichte des Tecklenburger Landes, Norderstedt 2012

Was bedeutet der Familienname Menebröcker? Woher kommt der Ortsname Ledde? Wie feierten unsere Vorfahren um 1800? Und wer waren eigentlich Gerhard Arnold Rump oder August Karl Holsche? Antworten auf diese und viele weitere Fragen versucht das vorliegende Buch in 65 Beiträgen zur Geschichte des Tecklenburger Landes zu geben. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Artikeln, die zum Teil in den "Westfälischen Nachrichten" oder im Internet publiziert worden sind. Für die vorliegende Ausgabe wurden sie erweitert und – der Überprüfbarkeit halber – mit den nötigen Quellen- und Literaturbelegen versehen. Einige der nachfolgenden Beiträge werden an dieser Stelle aber auch zum ersten Mal veröffentlicht. Im Laufe der Zeit sammelte sich eine stattliche Anzahl von veröffentlichten und unveröffentlichten Beiträgen an. Wegen der Kurzlebigkeit des Mediums "Zeitung", in dem einige der vorliegenden Artikel publiziert wurden, beschloss der Verfasser, diese Berichte auch in Buchform herauszugeben und sie somit zum mehrmaligen Nachlesen und Nachschlagen bereit zu stellen.


Florian Lebküchler u. Christof Spannhoff - Die Tecklenburger Landgerichtsordnung von 1613: Ein Beitrag zur Rechtsgeschichte des Tecklenburger Landes, Norderstedt 2011

Aus den Vorbemerkungen:"Die Tecklenburger Landgerichtsordnung von 1613 ist eine wichtige Quelle für die Rechtsgeschichte des Tecklenburger Landes und die Entwicklung territorialen Rechts überhaupt. Umso bedauerlicher ist es, dass dieses Dokument von der historischen und rechtsgeschichtlichen Forschung bisher kaum wahrgenommen wurde. Dieser Umstand hängt vermutlich mit der Überlieferungssituation zusammen, da sich neben dem Exemplar im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen in Münster anscheinend nur eine weitere Handschrift aus dem Jahr 1613 erhalten hat und auch der leicht veränderte Druck aus dem Jahr 1696 offenbar nur noch in zwei öffentlich zugänglichen Ausgaben existiert.Zudem steht als (rechts-)geschichtliches Forschungsdesiderat auch eine systematische und vergleichende Untersuchung der einzelnen Bestimmungen der überlieferten Gerichtsordnungen auf inhaltlicher und sprachlicher Ebene bislang noch aus, was ebenfalls in der schlechten Erreichbarkeit dieser Rechtstexte begründet sein dürfte, da es kaum Editionen regionaler Gerichtsordnungen gibt. Aus diesem Grunde soll hier der Text der Handschrift der Tecklenburger Landgerichtsordnung von 1613 nach der münsterischen Vorlage als Edition wiedergegeben werden. Zum inhaltlichen und sprachlichen Vergleich wird in einem Anhang auch der Text des gut 80 Jahre späteren Druckes aus dem Jahr 1696 - ebenfalls nach dem münsterischen Exemplar - als Fotographie geboten.