Aktuelles


25.02.2019 - Der LWL verleiht seinen LWL-Preis für westfälische Landeskunde an den Vorsitzenden der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland Christof Spannhoff aus Lienen

 

Gronau/Lienen (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten LWL-Preis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an Dr. Christof Spannhoff aus Lienen (Kreis Steinfurt). Das hat der LWL-Kulturausschuss in Gronau beschlossen. Spannhoff wird die Auszeichnung für seine "bürgernahe Heimat- und Geschichtsarbeit im Nordmünsterland" verliehen.

"Christof Spannhoff ist ein ausgewiesener Landeshistoriker, der ehrenamtlich mit außerordentlichem Engagement die westfälische Landesgeschichte, vor allem die des Nordmünsterlandes erforscht und seine Ergebnisse vielen Lesern und Zuhörern vermittelt", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. "Die Liste seiner Publikationen ist beeindruckend, die thematische und epochale Breite ist bewundernswert. Spannhoff verbindet in seinen Beiträgen den neuesten Stand der Forschung mit landesgeschichtlichem Interesse. Er hat bei seinen Forschungen nicht nur die Fachwissenschaft im Auge, sondern es geht ihm auch gerade um geschichts- und heimatinteressierte Bürger", so der Rat weiter.

Der 1981 in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geborene Spannhoff, lebt heute in Lienen (Kreis Steinfurt). Er studierte an der Universität Münster Geschichte und Deutsch und promovierte 2013 mit der Dissertationsschrift "Leben ohne die Toten", in der er die Friedhofsverlagerungen im Kreis Tecklenburg von 1789 bis 1890 behandelte. Seit 2013 ist Spannhoff wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Münster.

Seit seiner Studienzeit hat Spannhoff zu seiner Heimatregion, dem Tecklenburger Land und zu seinem Heimatort Lienen geforscht. Dieses Engagement hat er kontinuierlich fortgesetzt und regional erweitert. So arbeitet er heute ehrenamtlich als Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes, im Vorstand des Kreisheimatbundes Steinfurt und als Mitglied in der Volkskundlichen Kommission für Westfalen des LWL.

Der LWL vergibt seinen LWL-Preis für westfälische Landeskunde (früher Förderpreis) jährlich an ehrenamtlich engagierte Personen, die einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur westfälischen Landeskunde geleistet haben. Er soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität in ihrer Freizeit wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.

 

Pressemitteilung des LWL.


16.08.2018 - "Gefällt mir!" – Landrat des Kreises Steinfurt empfiehlt Lektüre des neuen Beitrags-Bandes

 

Zur Übergabe der Exemplare des vierten Bandes der Zeitschrift "Nordmünsterland. Forschungen und Funde" besuchten Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland den Landrat des Kreises Steinfurt.

 

Dr. Klaus Effing empfahl im Anschluss Interessierten die Lektüre verschiedener Aufsätze auf seiner Facebook-Seite.


05.08.2018 - Experteninterview im Bayrischen Rundfunk

 

Widukind, der Sachsenherzog, wurde berühmt als ärgster Feind von Karl dem Großen. Und er wurde zum Mythos – als heidnischer Feldherr, frommer Christ und “Rasseheld” der Nationalsozialisten.

 

Mit diesem Thema befasste sich eine aktuelle Folge der Reihe radioWissen des Bayerischen Rundfunks (Bayern 2) am 3. August 2018. Als Experte für den Mythos um den Sachsenanführer und Widersacher Karls des Großen wurde der Historiker Dr. Christof Spannhoff, u.a. Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, interviewt.

 

Die Sendung in der ARD Mediathek nachhören.


16.04.2018 - Rätsel der Ortsgeschichte Westerkappelns gelöst

 

Dr. Christof Spannhoff löste kürzlich durch einen Fund die Frage nach dem Jahr der Stadterhebung Westerkappelns (Quelle: Westfälische Nachrichten, Lokalteil Westerkappeln, 13.4.2018).


20.01.2018 - Vierter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Friedhöfe, Schützen, Kirchenpatronat, Lehnsprozesse, Kunst und Kommerz im 17. Jahrhundert sowie Ortsnamen: Die thematische Palette des aktuellen vierten Bandes der regionalgeschichtlichen Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ ist wieder einmal recht breit aufgefächert. Auch zeitlich spannt sich der Bogen auf fast 300 Seiten erneut vom Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit.

Breites Interesse dürfte in diesem Jahr allerdings der Beitrag zu den Schützen in der Region finden. Denn über die vielen Facetten der Geschichte der Schützen im nördlichen Münsterland schreibt der Historiker Sebastian Kreyenschulte in einem umfang- und materialreichen Aufsatz. Darin räumt er mit vielen alten Vorstellungen auf, die sich vielfach bis heute erhalten haben – etwa, dass der Ursprung der Schützen in der Verteidigung der Städte und ihrer Bewohner liege. Ausführlich legt Kreyenschulte die spätmittelalterliche Geschichte der Schützen in den katholischen und protestantischen Städten des nördlichen Münsterlandes als Bruderschaften dar und erklärt ihre mehrfach wandelnden Rollen in der städtischen und in der ländlichen Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte. Außerdem wendet sich der Autor auch dem Problem der Datierung des Alters vieler moderner Schützenvereinigungen zu, die sich selbst gerne eine weit in die Vergangenheit reichende Kontinuität zuschreiben. Nach Kreyenschultes genauen Prüfungen ist dies allerdings nur in wenigen Fällen zulässig und möglich. Sein Fazit: Viele Schützenvereine im Kreisgebiet sind gar nicht so alt, wie sie glauben.

Unterstützt wurde die Drucklegung des dritten Bandes der Zeitschrift, die im Lippe Verlag erscheint, durch den Kreis und die Kreissparkasse Steinfurt.

Die 272-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 4 (2017), herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., ISBN 978-3-89918-063-3, ist im Buchhandel und bei der Forschungsgemeinschaft unter www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.

Aufsätze

Christof Spannhoff:
Vom Kirchhof zum Friedhof. Der lange Weg der Begräbnisplatzverlegung in Lienen (1824-1857). Teil 1: Voraussetzungen, S. 7–136.

Sebastian Kreyenschulte:
Genese und Entwicklung des Schützenwesens im Nordmünsterland, S. 137–195.

Sebastian Schröder:
Gräfliches Patronat vs. niederadliger Einfluss. Der Konflikt um die Pfarrstellenbesetzung in Alswede im Jahr 1616 zwischen dem Grafen von Tecklenburg und dem lokalen Adel, S. 196–223.

Josef Bröker:
Lehnsuntreue eines Toren? Neue Erkenntnisse zum Prozess Grothaus gegen Twist um das Burglehen Wittlage (Krietenstein), S. 224–243.

Miszellen

Peter Ilisch:
Zwei Horstmarer Bürgermeister des 17. Jahrhunderts zwischen Kunst und Kaufmannschaft, S. 244–256.

Christof Spannhoff:
Werisun – Wersene – Wersen. Der Ortsname Wersen (Gemeinde Lotte, Kreis Steinfurt), S. 257–264.

Sebastian Schröder:
Ergänzung zur Frage. ob die vom Chronisten Gerhard Arnold Rump überlieferte Klosterordnung für das Stift Leeden von 1585 tatsächlich existierte, S. 265–269.


22.04.2017 - Forschungsgemeinschaft stellt neues Buch im Kreishaus vor

 

Zur Vorstellung des jüngst erschienenen Beitragsbandes „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ trafen sich die Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland mit Landrat Dr. Klaus Effing im Kreishaus in Steinfurt. Die Regionalhistoriker Sebastian Kreyenschulte und Dr. Christof Spannhoff erläuterten die vielfältigen Themen des diesjährigen Sammelbandes mit Beiträgen zur Geschichte des Steinfurter und Tecklenburger Landes.

 

Unter anderem finden sich dort das Lebensbild eines Teilnehmers des Ersten Weltkrieges aus Lengerich sowie Beiträge zur Reformation des Klosters Leeden oder zu den Edelherren von Steinfurt.

 

Das 287 Seiten starke Buch ist zum Preis von 14,90 Euro bei der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland erhältlich.

 

 


23.02.2017 - Dritter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Holzgerichte, die Wahrnehmung der Reformation im Stift Leeden bei Tecklenburg, die Ursprünge der Edelherren von Steinfurt, der Metelener Stadtbrand von 1815 sowie der Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948) und das Lebensbild eines Lengericher Pfarrerssohnes im Ersten Weltkrieg, aber auch die Ortsnamen Kattenvenne und Wettringen: Das ist die umfangreiche Themen- und Epochenpalette, die sich auf fast 300 Seiten im kürzlich erschienenen dritten Band der regionalgeschichtlichen Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ findet.

Unterstützt wurde die Drucklegung des dritten Bandes der Zeitschrift, die im Lippe Verlag erscheint, durch den Kreis und die Kreissparkasse Steinfurt.

Die 287-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 3 (2016), herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., ISBN 978-3-8991-8053-4, ist im Buchhandel und bei der Forschungsgemeinschaft unter www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.

Aufsätze


Sebastian Schröder
Das Holzgericht – Untersuchungen zu seiner sozialen Funktion an nordwestfälischen Beispielen, S. 7–60

Johannes Hofmeister
Die Fotografien des Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948) aus dem Nordmünsterland, S. 61–87

Christof Spannhoff
Das Namenglied katten- in Orts- und Siedlungsnamen am Beispiel Kattenvennes (Gemeinde Lienen, Kreis Steinfurt), S. 89–127

Alfred Wesselmann
34 französische Soldaten als kleine Plagegeister? Das zentrale Fronterlebnis eines Lengericher Pfarrerssohns im Ersten Weltkrieg. Ein Kriegsverbrechen? S. 128–137

Quellenabdruck: Aus großer Zeit – Lebensbild eines Frühvollendeten. Ein Erinnerungsbuch über den gefallenen Lengericher Pfarrerssohn Walther Kerstein (1897–1916), S. 138–195

Sebastian Schröder
„unndt alle mit einander der Augspürgischen confession zugethaen gewesen.“ Erinnerungen und Wahrnehmungen der Reformation im Stift Leeden in einem Zeugenprotokoll von 1630. Mit einem Exkurs: Existierte die vom Chronisten Gerhard Arnold Rump überlieferte Klosterordnung von 1585 tatsächlich?, S. 196–219

Christof Spannhoff
Von Fakten und Fiktionen: Die Ursprünge der Edelherren von Steinfurt, S. 220–243

Miszellen

Peter Ilisch
Der Metelener Stadtbrand von 1815, S. 244–256

Sebastian Kreyenschulte
Einblicke in das landwirtschaftliche Leben vor 100 Jahren in Rheine: Aus den Erinnerungen des Landwirtes Carl Heinrich Hovekamp (1888–1941) – ein Quellenabdruck, S.257–267

Peter Ilisch
Das „Alte Rockelsche Registrum“ – Ein privates Einnahmeregister des Drosten von Bevergern Caspar Valcke, S. 268–275

Sebastian Kreyenschulte
Ein -ingen-Name im Altniederdeutschen: Der Ortsname Wettringen (Kreis Steinfurt), S. 276–286.


29.05.2016 - Forschungsgemeinschaft zu regionalgeschichtlichen Gesprächen in Schapen

 

Fragen zur (früh-)mittelalterlichen Geschichte und zur Kirchengeschichte des südlichen Emslandes diskutierten auf Einladung von Dr. Andreas Eiynck vom Emslandmuseum Lingen Geschichtsinteressierte aus Politik und historischen Vereinigungen des Emslandes mit Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes.

 

Auf dem Bild u.a.: Karlheinz Schöttmer (Schapener Bürgermeister), Willi Brundiers (Mitglied des Kreistages), Dr. Thomas Reimann (Universität Osnabrück), Dr. Christof Spannhoff (Universität Münster).

 

Link zum Presseartikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung.


07.03.2016 - Forschungsgemeinschaft beim Landrat des Kreises Steinfurt

 

Geschichte ist alles andere als ein „alter Hut“! Sie ist nichts „Gewesenes“ oder „Vergangenes“, sondern hat eine wichtige aktuelle Funktion für das „Heute“. Denn zum einen gibt sie uns als geschichtlichen Wesen eine Identität, zum anderen können wir ohne Geschichte die Phänomene und Gegebenheiten unserer Gegenwart nicht verstehen: Geschichte erklärt uns, warum unserer Welt heute so ist, wie sie ist – und wie sie funktioniert. Auf der Basis dieses Wissens lässt sich dann Zukunft gestalten. Diese elementaren gesellschaftlichen Grundsätze diskutierten die Vertreter der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., Sebastian Kreyenschulte und Dr. Christof Spannhoff mit Landrat Dr. Klaus Effing in einem persönlichen Gespräch im Kreishaus und stellten dabei die Vorhaben und Ziele der jungen Geschichtsinstitution vor. Im Jahr 2012 wurde der gemeinnützige Verein von regional beheimateten Historikern und Geschichtsfreunden ins Leben gerufen. Ziel seiner Mitglieder ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des nördlichen Münsterlandes, das sich ungefähr mit dem Gebiet des heutigen Kreises Steinfurt deckt. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, muss allerdings zunächst einmal intensiv geforscht werden, denn aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive stellt der Kreis Steinfurt bislang noch ein weitgehend unbearbeitetes Feld dar. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Vorträgen, auf Tagungen und Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders wichtig ist hinsichtlich der Veröffentlichung auch die jährlich erscheinende Geschichtszeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, in der wissenschaftliche Beiträge zu Themen der regionalen Geschichte abgedruckt werden. Bislang sind zwei Bände erschienen. Der dritte Band ist in Vorbereitung und wird Ende des Jahres in den Buchhandel kommen. Landrat Dr. Effing zeigte sich von dem Vorhaben der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder beeindruckt und befürwortete die Ziele des Geschichts-Gremiums.

 

V.l.n.r. Kreyenschulte, Dr. Effing, Dr. Spannhoff (Foto: Dorothea Böing).


06.03.2016 - Archivtag des Kreises Steinfurt unter dem Motto "200 Jahre Kreis Steinfurt (1816-2016)"

 

Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland nahmen am Sonntag, den 6. März 2016 am Tag der Archive im Kreishaus Steinfurt teil. Neben der Vorstellung der Arbeit der Forschungsgemeinschaft wurde das vom Kreis herausgegebene und von Dr. Christof Spannhoff redigierte Buch "Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt" präsentiert. Viele Archivare der Kommunalarchive des Kreises haben darin Beiträge zur 200-jährigen Geschichte zusammengetragen.


05.03.2016 - Beitrag zu Ortsnamen bei Radio RST

 

Was bedeuten eigentlich die Ortsnamen im Kreis Steinfurt? Der Historiker Sebastian Kreyenschulte, Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, gab dazu ein Interview beim Regionalsender Radio RST und erklärte einige Orts- und Siedlungsnamen aus dem nördlichen Kreisgebiet.


24.02.2016 - Forschungs-Gemeinschaft Nordmünsterland auf dem Archivtag des Kreises Steinfurt

 

Am 6. März 2016 findet der Archivtag im Kreishaus Steinfurt statt, bei dem die Kommunalarchive sowie das Kreisarchiv für sich werben und Exponate ausstellen, um interessierten Besuchern einen Einblick in die historischen Bestände zu geben. Zum 200. Jahrestages des Kreises, der 1816 durch die preußische Regierung gegründet wurde, wird außerdem das Buch "Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt" vorgestellt. Der Band enthält auch Beiträge von Mitglieden der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland.

 

Begleitend zum Programm werden auch zwei Vorträge zur Geschichte und Entwicklung des Kreises Steinfurt von Dr. Christof Spannhoff gehalten. Die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland wird mit einem eigenen Stand vor Ort sein und die bisher erschienen Bände zum Kauf anbieten.


17.02.2016 - Vortrag zur Gründung des Kreises Tecklenburg 1816

 

Der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, Dr. Christof Spannhoff, referierte am 16. Februar 2016 vor etwa 50 Zuhörern beim Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg zum Thema "Als die Verwaltung laufen lernte. Die Gründung des Kreises Tecklenburg 1816".

 

Weitere Informationen finden Sie im Pressebericht hier (Foto (l.) von Frank Bosse).


10.12.2015 - Geschichte aus der Region für die Region: Zweiter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Frühmittelalterliche Gaue, hochmittelalterliche Kirchengründungen, Urbare, Urkunden und Presbyterialprotokolle sowie Handelsbeziehungen in die Niederlande, aber auch die zwiespältige Geschichte von Kriegerdenkmalen: Das ist die umfangreiche Themen- und Epochenpalette, die sich auf über 200 Seiten im kürzlich erschienenen zweiten Band der regionalgeschichtlichen Zeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde findet.

 

 

Die Zeitschrift, die sich Fragen der lokalen und regionalen Geschichte im Steinfurter Kreisgebiet und angrenzender Regionen widmet, wird jährlich von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. herausgegeben.

 

Im aktuellen Band finden sich historische Beiträge, die Lengerich, Lienen, Metelen, Neuenkirchen bei Rheine, Rheine-Rodde, Hopsten-Schale, Leer oder Sassenberg-Füchtorf betreffen. Gefördert wurde die Drucklegung des zweiten Bandes der Zeitschrift, die im münsterischen Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat erscheint, mit einer Spende der VR-Bank Kreis Steinfurt eG.

 

Die 208-seitige Zeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 2 (2015), ISBN 978-3-95902-133-3, ist im Buchhandel und im Internet zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.


31.10.2015 - Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft

 

Zur Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland,  am 31. Oktober 2015, gehörten in diesem Jahr auch Vorstandswahlen. Der bisherige Kassenwart, der Bielefelder Historiker Thomas Reuß (l.), stellte sein Amt aus beruflichen Gründen zur Disposition. An seine Stelle trat der Rheiner Rechtsanwalt Alexander Kerstiens (r.), der die Geschäfte des gemeinnützigen Vereins in den kommenden Jahren führen wird.


09.12.2014 - Vorstellung des ersten Bandes bei der Kreissparkasse

 

In den Räumen der Kreissparkasse Ibbenbüren stellten Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland am 9. Dezember 2014 den ersten Band von Nordmünsterland. Forschungen und Funde vor. Der Band umfasst Aufsätze verschiedener Autoren zu regionalgeschichtlichen Themen. Durch eine Spende der Kreissparkasse konnte die Herausgabe des knapp 300-seitigen ersten Bandes realisiert werden.


28.10.2014 - Neue Geschichtszeitschrift für das nördliche Münsterland

 

Wie und mit welchen Gebräuchen und Ritualen kam man in Lienen und Umgebung im 18. und 19. Jahrhundert „unter die Erde“? Und was hat es ursprünglich mit den Tie-Plätzen auf sich?

 

Antworten auf diese Fragen kann man in mehreren umfang- und materialreichen Aufsätzen im ersten Band der neuen regionalhistorischen Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ finden, der jüngst erschienen ist. Die gut 300 Seiten umfassende Geschichtszeitschrift wird jährlich von der „Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V.“ herausgegeben.

 

Neben den beiden genannten Aufsätzen, hat sich deren Autor Christof Spannhoff in einem dritten Beitrag mit dem Namen des „Heiligen Meeres“ bei Hopsten und dessen älteren Benennung „Drevanameri“ beschäftigt. Der Bremer Historiker Johannes Hoffmann lenkt mit seinem Aufsatz „Außenposten der tridentinischen Reform. Die Meppener Jesuitenresidenz im Zeitalter der Konfessionalisierung“ den Blick auf das angrenzende Emsland und das historische Niederstift Münster. Hoffmann legt anschaulich dar, welche maßgebliche Rolle münsterische Jesuiten in einem protestantisch stark beeinflussten Gebiet bei der Durchsetzung der tridentinischen Reform und der katholischen Konfessionalisierung einnahmen. Der Bochumer Geschichtswissenschaftler Sebastian Kreyenschulte untersucht auf lokaler Ebene die Entstehung eines spätmittelalterlichen Weichbilds am Beispiel Neuenkirchens bei Rheine. Außerdem beschäftigt er sich in einem Kurzbeitrag mit einer interessanten Unternehmerbiographie und gibt damit einen Einblick in das ländlich-kleinstädtische Wirtschaftsgefüge des 19. Jahrhunderts im nordwestlichen Münsterland.

 

Gefördert wurde die Drucklegung des ersten Bandes der Zeitschrift, die im münsterischen Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG erschienen ist, mit einer großzügigen Spende der Kreissparkasse Steinfurt. Die 292-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 1 (2014), ISBN 978-3-95645-315-1, ist im Buchhandel, im Internet sowie unter info@forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de zum Preis von 19,90 Euro zu erwerben.


23.09.2013 - Nur altes Gerümpel?

 

Vortrag von Dr. Andreas Eiynck zum Thema „Haus und Inventar als Quelle zur Hofgeschichte im nördlichen Münsterland“

 

„Das ist doch alles nur altes Gerümpel!“ mag der eine oder andere beim Anblick von altertümlichen ackerbaulichen Gerätschaften und hauswirtschaftlichen Gebrauchsgegenständen aus alten Bauernhäusern denken. Doch dass das Hab und Gut unserer Vorfahren auch eine spannende Geschichtsquelle sein kann, können sich die Wenigsten vorstellen. Für die historische Volkskunde und die Alltagsgeschichte bieten alte Utensilien des täglichen Gebrauchs und betagte Einrichtungsgegenstände aber einen aufschlussreichen Einblick in die vollkommen andere Lebenswelt der Menschen vergangener Tage.

 

Was genau diese alten Gegenstände über ihre Nutzung im land- und hauswirtschaftlichen Alltag früherer Zeiten verraten, darüber gab ein Vortrag von Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums Lingen, Auskunft. In unterhaltsamer Weise und mit umfangreichem Bildmaterial referierte der promovierte Volkskundler zum Thema „Haus und Inventar als Quelle zur Hofgeschichte im nördlichen Münsterland“. Dabei berichtete der Referent aus seinen laufenden Bestandsaufnahmen und Studien im Kreis Steinfurt, speziell in den Bauerschaften von Burgsteinfurt, Borghorst, Leer, Horstmar und Laer.


11.10.2012 - Besuch im Stadtarchiv Steinfurt

 

Im Oktober lud der Stadtarchivar Steinfurts, Daniel Schulte, Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland zu einem Besuch und einer Besichtigung des Stadtarchivs Steinfurt ein.

 

Schulte, selbst Mitglied der Forschungsgemeinschaft, zeigte auch die älteste Urkunde des Archivs, die durch einen Wasserschaden stark beschädigt wurde. Im Anschluss an den Besuch traten die Redaktionsmitglieder der Forschungsgemeinschaft zur Vorbereitung der Herausgabe der Zeitschriftenreihe Nordmünsterland. Forschungen und Funde zusammen.

 


15.09.2012 - Gründung der Foschungsgemeinschaft

 

Historiker aus dem Münsterland gründen Verein an der historischen Stätte Kloster Bentlage 

 

Wie ist ein Ortsname wie etwa Rheine zu erklären und welche historischen Informationen gibt er heute noch preis? Welche Einflüsse hinterließen die fränkischen Eroberer unter Karl dem Großen im nördlichen Münsterland vor gut 1200 Jahren? Welches Bild der Konfessionalisierung im 16. und 17. Jahrhundert lassen neu entdeckte Archidiakonal-Akten zeichnen? Was erfahren wir heute noch über das religiöse und kirchliche Leben der Menschen im 17. Jahrhundert aus zeitgenössischen Presbyterial-Protokollen? Welchen Ursprung haben dörfliche Versammlungsplätze wie der „Tie“ und wie alt sind sie? Diesen und vielen weiteren Fragen werden Historiker der neu gegründeten „Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V.“ zukünftig nachgehen.

 

Am Samstag, dem 15. September, traten die Gründungsmitglieder in der historischen Stätte des Klosters Bentlage zusammen und wählten den aus Lienen (Kreis Steinfurt) stammenden Historiker Dr. Christof Spannhoff zu ihrem Vorsitzenden.

 

Ziel des Vereins ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des nördlichen Münsterlandes und daran angrenzender Gebiete. Besonders das Thema „Grenzen“ steht dabei im Zentrum der Betrachtung, von denen im Untersuchungsgebiet viele zu finden sind: territoriale, konfessionelle oder dialektale, aber auch Grenzen und Übergange zwischen Stadt und Land. Die Ergebnisse der Forschungen sollen in einer jährlich erscheinenden Publikation der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 200 bis 250 Seiten möchte die Forschungsgemeinschaft auf diese Weise in jedem Jahr zur geschichtlichen Betrachtung der Region beitragen. Thematisch werden unter anderem alltags- und mentalitätsgeschichtliche, aber auch volkskundliche und sprachwissenschaftliche Themen behandelt.

 

Mit der wissenschaftlichen Zeitschrift will sich die Forschungsgemeinschaft bewusst auch an junge Forscher wenden. „Wir möchten guten Schüler- und Studentenarbeiten mit regionalem Zuschnitt einen eigenen Platz zur Veröffentlichung einräumen“, betonte der neu gewählte Vorsitzende Dr. Christof Spannhoff. Ein Anliegen, dass insbesondere Gründungsmitglied Daniel Schulte begrüsste. Als Stadtarchivar Steinfurts ist es eine seiner Aufgaben, Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Quellen zur Erforschung der Orts- und Regionalgeschichte näher zu bringen. In Kürze wird er deshalb Informationsgespräche, etwa zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, anbieten.

  

Neben der Unterstützung der Bildungsarbeit wird der Verein auch historische Tagungen zu geschichtlichen Themen im Nordmünsterland organisieren und durchführen.