Aktuelles


30.11.2025 - Vom Wandervorführer zum Lichtspieltheater: Neues Projekt zur Kinogeschichte im Kreis Steinfurt

 

Am 8. März 2026, zum Tag der Archive im Kreis Steinfurt, präsentieren das Metropoli, der Arbeitskreis „Historische Filmdokumente“ und die Geschichtswerkstatt Hauenhorst die Filmdokumentation „Kinogeschichte im Kreis Steinfurt“. Die Premiere findet im Kloster Gravenhorst statt.

Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der Kinos im Kreis Steinfurt von den Anfängen im frühen 20. Jahrhundert bis heute nach. Ein Schwerpunkt liegt auf Neuenkirchen: Hier begann 1905 das öffentliche Kinoerleben, das ab 1937 durch das Deli-Theater geprägt wurde.

 

Historiker Sebastian Kreyenschulte, Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, ging in einem Interview im Metropoli-Kino für kleine Leute auf die regionale Kinogeschichte im 20. Jahrhundert ein. Er berichtete von den Anfängen des Kinos im Kreis Steinfurt und in Neuenkirchen: vom Stummfilm, den ersten Wandervorführern und dem zeitgenössischen Filmprogramm.


Alle Interessierten sind eingeladen, sich am Tag der Archive einzubringen. Wer noch Erinnerungen, Dokumente oder Exponate aus der alten Kinozeit im Kreis Steinfurt besitzt, kann diese gerne dem Arbeitskreis um Heinz Schulte zur Verfügung stellen.


22.11.2025 - Erster Band der Borkener Stadtgeschichte im Schloss Gemen präsentiert

 

Unter dem Leitmotiv „Zukunft braucht Herkunft“ ließ die Stadt Borken anlässlich ihres 800-jährigen Stadtjubiläums eine umfassende dreibändige Stadtgeschichte erarbeiten. Der erste Band, „Von den Anfängen bis zum Ende der fürstbischöflichen Zeit“, wurde am Sonntag, 26. Oktober 2025, im Rittersaal von Schloss Gemen feierlich vorgestellt.

 

Herausgegeben wurde der Band von Norbert Fasse, Prof. Dr. Stefanie van de Kerkhof und Prof. Dr. Hiram Kümper, die gemeinsam eine wissenschaftlich fundierte und zugleich anschaulich geschriebene Darstellung der frühen Stadt- und Regionalgeschichte vorlegten. Auf 528 reich bebilderten Seiten zeichneten ausgewiesene Fachautorinnen und -autoren die Entwicklung Borkens und seiner umliegenden Orte nach – vom Mittelalter bis zur napoleonischen Zeitenwende. Dabei standen das Zusammenspiel von Macht und Markt, die Rolle von Kirche und Nachbarschaft, das Verhältnis von Adelssitzen und Bauernhäusern sowie die besondere Stellung der Herrschaft Gemen im Mittelpunkt.

 

Einen Beitrag steuerte auch Dr. Christof Spannhoff, Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, bei. In seinem Teil Kluge Bündnisse, blutige Fehden: Die Herrschaft Gemen im Mittelalter (bis 1492) untersucht Spannhoff die politische, rechtliche und soziale Entwicklung dieser bedeutenden Regionalherrschaft. Er widmete sich dabei:

  • den Anfängen der Herrschaft,

  • der gezielten Bündnispolitik der Gemener Herren,

  • der Akkumulation von Besitz- und Herrschaftsrechten,

  • der Bedeutung von Burgmannschaft und Fehden für die Machtbehauptung,

  • sowie dem Übergang Gemens an Holstein-Schaumburg, durch den die Region zum Nebenland wurde.


4.11.2025 - Westfalen feiert 1250 Jahre Ersterwähnung – Neue Studie klärt Herkunft des Namens

 

Im Jahr 2025 feiert Westfalen ein außergewöhnliches Jubiläum: 1250 Jahre sind seit der ersten Erwähnung des Landesnamens in historischen Schriftquellen vergangen. Bereits in den Reichs- und Einhardsannalen findet sich zum Jahr 775 ein Hinweis auf eine Bevölkerungsgruppe, die als „Westfalen“ bezeichnet wird – ein früher Beleg für die Eigenständigkeit und Bedeutung dieser Region im frühen Mittelalter.

Doch woher der Name „Westfalen“ tatsächlich stammt, war bislang umstritten. Über die Jahrhunderte wurden zahlreiche Erklärungsansätze diskutiert: von Vermutungen über charakteristische Merkmale der Bevölkerung bis hin zu Deutungen, die die geografische Lage oder Landschaftsformen in den Mittelpunkt stellten. Eine allgemein anerkannte Antwort fehlte jedoch.

 

Mit einer neuen, umfassenden Studie liefert Prof. Dr. Paul Derks (Essen) nun eine sprachwissenschaftlich fundierte Erklärung, die erstmals Gewissheit schafft. Seine Analyse beleuchtet die Entwicklung des Namens aus linguistischer Perspektive und kommt zu einer eindeutigen, wissenschaftlich belastbaren Deutung. Damit wird nicht nur eine der zentralen offenen Fragen der westfälischen Geschichtsforschung beantwortet, sondern zugleich ein Beitrag zur historischen Selbstverortung und Identität Westfalens geleistet.


1.11.2025 - „Forschungen und Funde“ feiert Jubiläum. Band 10 der Reihe der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland erschienen

 

Die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland präsentiert pünktlich zum Jubiläum den zehnten Band ihrer Reihe „Forschungen und Funde“. Zum 10-jährigen Bestehen wurde der Band erstmals in ein neues, modernisiertes Layout gekleidet. Die nun vorliegende Ausgabe vereint erneut eine vielfältige Auswahl aktueller Beiträge zur Geschichte des Nordmünsterlandes und seiner angrenzenden Regionen.

 

Der Band eröffnet mit einem Beitrag des verstorbenen Historikers Peter Ilisch, der unter dem Titel „Eine standesgemäße Bestattung“ den aufwendigen Begräbnisritus der Metelener Stiftsdame Cornelia Bernardina von Droste zu Vischering im Jahr 1793 rekonstruiert. Paul Derks widmet sich anschließend dem Siedlungsnamen Dinklage und zeigt in einer sprach- und siedlungsgeschichtlichen Analyse, welche Hinweise sich aus der Namensentwicklung ableiten lassen. Mit einer biografischen Würdigung erinnert Erich Weichel an den Ochtruper Theologen Johann Theodor Katerkamp, dessen 150. Todestag Anlass bietet, Leben, Werk und geistiges Umfeld dieses romantisch geprägten Gelehrten neu zu betrachten. Historisch weiter zurück reicht der Beitrag von Josef Bröker, der der Frage nachgeht, wann die Reformation in Ibbenbüren tatsächlich begann – und dabei archivalische Befunde neu bewertet.

 

Einen Blick auf die jüngere Geschichte wirft Helmut Lensing, der das Krisenjahr 1923 anhand emsländischer Schulchroniken beleuchtet und damit ein eindrucksvolles zeitgenössisches Stimmungsbild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erschütterungen liefert. Josef Wermert untersucht die Chroniken der Bürgermeisterei Nienborg, die von Dr. Hermann Grevinck und August von Martels verfasst wurden, und zeigt deren Wert für die lokale Verwaltungs- und Sozialgeschichte.

Den Abschluss bildet ein Beitrag von Christof Spannhoff, der neue Überlegungen zur Entstehung der Burg Tecklenburg vorlegt und damit einen frischen Forschungsimpuls für die Erforschung eines der bedeutendsten mittelalterlichen Herrschaftszentren der Region setzt.

 

Mit dieser thematisch breit gefächerten und wissenschaftlich fundierten Ausgabe möchte die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland ihre Rolle als aktiver Impulsgeber der regionalhistorischen Forschung bestätigen.


23.11.2024 - Sebastian Schröder im WDR-Studiogespräch: Erinnerung an Alfred Ehrlich, den letzten Juden von Preußisch Oldendorf

 

Der Historiker Sebastian Schröder, Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland und Ortsheimatpfleger von Preußisch Oldendorf, war kürzlich in der WDR Lokalzeit OWL zu Gast, um über ein wichtiges Kapitel der regionalen Erinnerungskultur zu sprechen: das Schicksal von Alfred Ehrlich, des letzten jüdischen Bewohners von Preußisch Oldendorf.

 

Alfred Ehrlich verlor während der Zeit des Nationalsozialismus seine gesamte Familie. Als einziger überlebte er die Verfolgung und die Inhaftierung im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nach der Befreiung kehrte er – trotz des Verlusts seiner Angehörigen – in seine Heimatstadt Preußisch Oldendorf zurück.

 

Im Studiogespräch in der WDR Lokalzeit Ostwestfalen-Lippe erläuterte Schröder neue Erkenntnisse aus seiner langjährigen historischen Recherche zur jüdischen Geschichte Preußisch Oldendorfs. Er zeichnete die Lebensumstände der Familie Ehrlich nach, ordnete Alfred Ehrlichs Erfahrungen in den regionalen Kontext ein und hob die Bedeutung individueller Biografien für die lokale Erinnerungskultur hervor. 

Der Link zum Interview mit Sebastian Schröder.


15.10.2024 - Vielfältige Einblicke in die Regionalgeschichte – „Forschungen und Funde“ Band 9 (2022) erschienen

 

Mit Band 9 der Reihe „Forschungen und Funde“ legt die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland erneut eine inhaltlich breit angelegte Sammlung neuer regionalhistorischer Studien vor. Die Ausgabe vereint acht wissenschaftliche Beiträge, die vom Spätmittelalter bis in das 20. Jahrhundert reichen und unterschiedlichste gesellschaftliche, rechtliche und alltagsgeschichtliche Themen beleuchten.

 

Den Auftakt bildet Laura Vetter, die sich in ihrer Studie mit dem Frauenwahlrecht und der Kommunalwahl 1919 in Rheine befasst. Anhand lokaler Quellen zeichnet sie nach, unter welchen politischen Bedingungen Frauen erstmals an der Wahl teilnehmen und schließlich in das Stadtparlament einziehen konnten. Mit einem weiteren Beitrag zur Zeitgeschichte widmet sich Anke Hackethal dem Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen während des Ersten Weltkriegs am Beispiel Emsdettens und zeigt auf, wie tiefgreifend dieser in die lokalen Strukturen eingriff.

 

Die frühneuzeitliche Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Beitrags von Lothar Kurz, der anhand der Begräbnispraxis in der Pfarrkirche St. Dionysius in Rheine die ständische Gliederung der damaligen Gemeinschaft sichtbar macht. Daran anschließend untersucht Sebastian Schröder das Protokollbuch des Steinfurter Richters Gerd van Scheven aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine Analyse bietet aufschlussreiche Einblicke in die frühneuzeitliche Rechtswirklichkeit zwischen Entscheidungsprozessen, Konfliktlösungen und sozialen Normen.

 

Mit der lokalen Justizgeschichte beschäftigen sich zwei weitere Beiträge: Josef Wermert dokumentiert und interpretiert zwei historische Gerichtsplätze mit Gerichtslinden in Nienborg und stellt deren Bedeutung für das Rechts- und Alltagsleben früherer Generationen heraus. Gerd-Ulrich Piesch untersucht die sogenannte „Steinerne Treppe“ auf dem Liener Berg und fragt, ob es sich dabei um einen Teil einer alten Fernstraße zwischen Osnabrück und Münster handelt – ein Beitrag, der geografische und topografie Erwägungen mit der Verkehrsgeschichte verbindet.

 

In einem sozialhistorischen Schwerpunkt beleuchtet Josef Bröker zudem die Eigenhörigkeit in der Obergrafschaft Lingen im 16. und 17. Jahrhundert. Er zeigt, welche wirtschaftlichen und rechtlichen Abhängigkeiten prägend waren und welche regionalen Besonderheiten dieses vormoderne Herrschaftsverhältnis aufwies.

Heike Gems-Müller widmet sich abschließend der hochmittelalterlichen Agrartechnik zur effizienten Nutzung von Eicheln. Ihr Beitrag zeigt, welche technischen Verfahren und landwirtschaftlichen Strategien entwickelt wurden, um die Mastwirtschaft nachhaltig zu sichern, und eröffnet damit einen ungewöhnlichen, aber hochinteressanten Blick auf Ernährung und Ressourcenbewirtschaftung im Mittelalter,

 

Die Beiträge des 9. Bandes bieten neue Perspektiven auf verschiedene Themenfelder und erschließen bislang wenig beachtete Quellen.


1.7.2024 - Dr. Christof Spannhoff übernimmt Leitung des Emslandmuseums in Lingen

 

Der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland wird Leiter des Emslandmuseums in Lingen. Der Historiker, der zuletzt Direktor des Mühlenhofmuseums war und als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektverantwortlicher in verschiedenen kulturhistorischen Einrichtungen gearbeitet hat, bringt umfassende Erfahrung in der Vermittlung regionaler Geschichte mit.

Spannhoff steht für eine enge Vernetzung zwischen regionaler Geschichtsforschung, Archiven, Museen und ehrenamtlichen Akteuren. Diese starke Anbindung an wissenschaftliche Netzwerke und seine Fähigkeit, historische Themen in die breite Öffentlichkeit zu tragen, wird er nun in Lingen zur Anwendung bringen.

Im Emslandmuseum übernimmt Dr. Spannhoff künftig die wissenschaftliche Gesamtleitung. Zu seinen Aufgaben gehören die Weiterentwicklung der Dauerausstellung, der Ausbau der Vermittlungsangebote für Schulen und Familien sowie die Begleitung aktueller Forschungsprojekte zur Stadt- und Regionalgeschichte. Darüber hinaus plant er, das Museum stärker als Ort des Austauschs und der öffentlichen Diskussion zu positionieren – mit Vorträgen, Publikationen und kooperativen Projekten, die das historische Erbe der Region lebendig halten.


3.2.2024 - Geschichte hörbar gemacht: neues Hörspiel-Feature zu 700 Jahren Borkener Schützengeschichte 1323–2023


Ein neues Hörspiel-Feature, das im Rahmen des Projekts Bürger Schützen Borken 1323–2023 der Stadt Borken veröffentlicht wurde, ist in diesen Tagen erschienen. Unser Mitglied Sebastian Kreyenschulte wirkte als Interviewpartner mit und wurde als Experte für das mittelalterliche Schützenwesen befragt.

Das rund einstündige Hörstück ist dauerhaft online verfügbar und ergänzt das gemeinsame Ausstellungsprojekt von FARB und dem St. Johanni Bürgerschützenverein Borken e.V. Die Künstler Sina Ebell und David Loscher entwickelten Konzept und Umsetzung und verbanden die literarische Überlieferung mit zusätzlichen Stimmen aus Forschung und Schützenwesen.

Die szenische Grundlage des Hörspiels bildet der Roman Die Cyriakus-Feier oder der Sieg über den Grafen von Geldern (1844) von Bernhard Mensinck, der sich im 19. Jahrhundert ausschließlich fiktiv mit der Cyriakusschlacht von 1323 befasst hatte. Ergänzend wurden wissenschaftliche Perspektiven eingeholt: Prof. Dr. Gerd Althoff, Prof. Dr. Barbara Stambolis, Sebastian Kreyenschulte sowie Jonas Leineweber erläutern historische Zusammenhänge und ordnen die Entwicklung des Schützenwesens ein. Mitglieder des Schützenvereins geben zudem Einblicke in heutige Praxis und Traditionen.

Das Hörstück ist auf YouTube dauerhaft abrufbar.


1.12.2023 - Vierter Band der Nordmünsterland-Studien erschienen

Das Heilige oder Wundertätige Kreuz, heute auch als Gnadenkreuz bezeichnet, fasziniert die Besucher der Pfarrkirche in Heek seit vielen Jahrhunderten. Der Autor des neuen Bandes der "Nordmünsterland-Studien", Josef Wermert, geht der Geschichte dieses einzigartigen sakralen Kultobjekts und Kunstwerks nach und beschäftigt sich dabei auch intensiv mit der Rezeption in der örtlichen heimatgeschichtlichen und in der wissenschaftlichen Forschung.

 

Der Autor stellt nicht nur manche zum Teil seit Jahrzehnten immer wieder vorgetragene, aber unbelegte Behauptungen und Mutmaßungen in Frage, die mit diesem Reliquienkreuz verbunden sind. Durch neue Quellenfunde kann er die Verehrung des Kreuzes bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückverfolgen und sogar bis in seine Entstehungszeit um 1200 wahrscheinlich machen. Weiter untersucht Wermert die Geschichte der ehemals vielstündigen Kreuztracht durch die Pfarreien Heek und Nienborg. Er nimmt die Veränderungen in der Kreuzverehrung und im Prozessionswesen seit der Re-
formation in den Blick und betrachtet dabei Nahwallfahrten seit dem 17. Jahrhundert und die seit dem 19. Jahrhundert bestehende Kreuzwoche, die für die Gläubigen vor Ort – neben der Kreuztracht – bis in die Gegenwart von besonderer Bedeutung ist.


10.12.2022 - Neuenkirchens Geschichte neu erzählt – Erster Band der Ortsgeschichte erschienen

 

Zum 775. Jubiläum der Gründung der Pfarrei Neuenkirchen ist jetzt ein umfassender erster Band der neuen Ortsgeschichte erschienen. Unter dem Titel Neuenkirchen in der Vormoderne legt Sebastian Kreyenschulte, Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, im Auftrag der Gemeinde Neuenkirchen, eine detaillierte und quellengesättigte Darstellung der frühen Entwicklung des heutigen Gemeindegebiets vor.

 

Die Geschichte Neuenkirchens begann im Januar 1247, als Bischof Ludolf von Münster die Abpfarrung vom Kirchspiel Rheine bestätigte. Mit der Gründung der eigenen Pfarrei wurde der Grundstein für ein neues Gemeinwesen gelegt. Die Pfarrkirche bildete fortan das Zentrum, das die umliegenden Bauerschaften Sutrum, Harum, Offlum und Snedwinkel zusammenführte. Hier entstand eine Dorfsiedlung, die sich zunehmend zu einem eigenständigen Ort entwickelte.

 

Der nun vorliegende Band beleuchtet diese Entwicklung mit drei klaren Schwerpunkten:

  1. Grenzen, Niederlassungen und Siedlungen – die räumliche Struktur der Bauerschaften und der Weg zur dörflichen Mitte.

  2. Ungleiche Lebensverhältnisse – soziale Unterschiede zwischen Bauern, Kleinbauern, Bürgern und Nichtbauern in der vormodernen Gesellschaft.

  3. Krisen, Kriege und Katastrophen – und wie die Gemeinschaft mit den Herausforderungen ihrer Zeit umging.

Kreyenschulte zeichnet die Siedlungsgeschichte der Bauerschaften ebenso nach wie die Entwicklung des Dorfkerns mit seiner frühen Befestigung. Er zeigt auf, wie äußere Bedrohungen, wirtschaftliche Zwänge und soziale Gegensätze das Leben der Menschen prägten und welche Strategien sie zur Bewältigung der Belastungen entwickelten.

 

Mit Neuenkirchen in der Vormoderne, erschienen am 9. Dezember 2022, erhält die größte Gemeinde des Münsterlandes nun ein grundlegendes Werk über die eigene Vergangenheit.


1.8.2022 - Spannhoff übernimmt Leitung des Mühlenhof-Freilichtmuseums in Münster

 

Das Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster hat seit Juni eine neue Leitung: Dr. Christof Spannhoff, 40, aus dem Tecklenburger Land, steht nun an der Spitze der Einrichtung. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Regional- und Kulturgeschichte sowie seiner breiten wissenschaftlichen Expertise bringt Spannhoff ideale Voraussetzungen mit, um den Mühlenhof in die Zukunft zu führen.

 

Das Leitbild des Mühlenhofs ist die Aufgabe des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Vermittelns von Zeugnissen der ländlichen Kulturgeschichte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zugleich präsentiert das Museum typische Biotope des historischen Ober- und Niederstifts Münster und stellt die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Natur und Tierwelt in den Mittelpunkt.

 

Als überregional bekannte Kultur- und Bildungseinrichtung trägt der Mühlenhof wesentlich zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Region bei und stärkt das Identitäts- und Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung. Neben seiner wissenschaftlich fundierten Museumsarbeit ist der Mühlenhof ein wichtiger Faktor im Tourismus der Stadt Münster, ein attraktiver Ort für Freizeit und Erholung und ein Anziehungspunkt für kultur- und geschichtsinteressierte Gäste aus Nah und Fern.

 

Das Museum sieht sich zudem als Ort der Kommunikation über die Geschichte des Münsterlandes. Dazu gehört der aktive Austausch mit der Bevölkerung, die Förderung von Mitwirkung und Ehrenamt sowie das Bereitstellen von Sammlungen, Archiven und Bibliotheken für die regionale Forschung.


1.6.2021 - Sebastian Schröder in Kommission für Alltagskulturforschung für Westfalen berufen

 
Die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland freut sich über die Berufung ihres Mitglieds Sebastian Schröder in die Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen. Schröder, Mitarbeiter am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster und ausgewiesener Historiker mit Schwerpunkt auf der Erforschung historischer Alltagskulturen, wurde Anfang Mai 2021 durch die Mitgliederversammlung des Gremiums berufen.

Ausschlaggebend für seine Aufnahme waren seine zahlreichen Beiträge zur Alltagskulturforschung, die sich sowohl durch inhaltliche Breite als auch durch hohe wissenschaftliche Qualität auszeichnen. Schröder hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit frühneuzeitlichen Alltagskonflikten, ländlichen Wirtschaftsformen, der Reformationsgeschichte und regionalen Transformationsprozessen beschäftigt. Seine Masterarbeit zur Nutzung der gemeinschaftlichen Allmende in Lübbecke erschien als Band der Reihe Westfalen in der Vormoderne und wurde 2019 mit dem Mindener Geschichtspreis ausgezeichnet.

Zu seinen weiteren Publikationen zählen Arbeiten zur Mühlengeschichte im Kreis Minden-Lübbecke sowie mehrere editorische Projekte, darunter Tecklenburg um 1750 (2019) und Die Rittergüter des Fürstentums Minden (2020). Schröder erschloss dabei bedeutende Quellen des preußischen Kriegs- und Domänenrates Ernst Albrecht Friedrich Culemann und machte sie der Forschung zugänglich.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Reformationsgeschichte und der frühneuzeitlichen Steuerpolitik in Minden-Ravensberg. Im Rahmen des 300-jährigen Jubiläums der Akzise-Einführung im Jahr 1719 wirkte er an Ausstellungen, Veröffentlichungen und Vortragsreihen mit und war maßgeblich an der Tagung Akzisestädte im preußischen Westfalen beteiligt. Zudem publizierte er fünf Beiträge im zugehörigen Forschungsband.

Jüngst legte Schröder eine digitale Biographie über den Kartografen Johann Hermann Siekendiek vor und ist durch zahlreiche regionalgeschichtliche Artikel in der Presse präsent. Auch vor seiner Wahl arbeitete er bereits eng mit der Kommission zusammen, unter anderem als Autor für deren Blog und für das neue Magazin für Alltagskultur Graugold.

Die Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen, eine wissenschaftliche Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), untersucht historische und gegenwärtige Formen des Alltagslebens in der Region. Sie wurde 1928 gegründet und vereint heute rund 70 ehrenamtlich tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.


4.2.2021 - Neue Impulse für die Regionalforschung – „Forschungen und Funde“ Band 8 (2021) erschienen

 

Mit Band 8 der Reihe „Forschungen und Funde“ veröffentlicht die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland erneut eine vielfältige Sammlung regionalgeschichtlicher Beiträge, die zeitlich vom frühen Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts reichen. Die Ausgabe zeigt, wie breit gefächert die historische Forschung im Nordmünsterland ist – von kirchengeschichtlichen Fragen über frühneuzeitliche Rechtsquellen bis hin zu lokalhistorischen Aspekten der NS-Zeit.

 

Besonders kontrovers diskutiert werden dürfte in diesem Jahr der Beitrag von Prof. Dr. Manfred Balzer, der sich mit Abt Castus von Visbek und seinem möglichen Wirken zur Zeit der Christianisierung beschäftigt. Balzer greift damit zugleich in eine seit Jahren geführte wissenschaftliche Debatte über eine gefälschte Urkunde des frühen Mittelalters ein.

 

Die Entstehung und Ausformung einer ländlichen Bürgerkultur steht im Mittelpunkt des Beitrags von Sebastian Kreyenschulte, der das Bürgertum in einem nordmünsterländischen Kirchspiel zwischen 1750 und 1850 untersucht. Seine Analyse zeigt, wie sich soziale Differenzierung und kommunale Partizipation auch jenseits größerer Städte entwickelten.

 

Mit einem Blick in die jüngere Vergangenheit beleuchtet Angelika Pries die Lehrerinnen und Lehrer an den Volksschulen in Rheine zwischen 1933 und 1949 und zeigt dabei den Spannungsbogen von Gleichschaltung, politischem Druck und Entnazifizierungsverfahren.

Dem Übergang zwischen Handwerk, Wirtschaft und Sozialgeschichte widmet sich Peter Ilisch, der unter dem Titel „Schmieden und Schänken“ die Standortkontinuität zweier frühneuzeitlicher Gewerbe in Horstmar untersucht. Sebastian Schröder analysiert mit dem Hörsteler Holzgerichts- und Markenrezess von 1580 eine zentrale frühneuzeitliche Rechtsquelle, die nicht nur Fragen lokaler Ordnung und Ressourcennutzung, sondern auch die Funktionsweise ländlicher Selbstverwaltung sichtbar macht.

 

Mit einem volkskundlich geprägten Beitrag rekonstruiert Josef Wermert die frühe Geschichte des Heeker Schlöffken, eines bemerkenswerten und bis heute lebendigen Brauchtums, dessen Ursprünge und Wandlungen er anschaulich nachzeichnet. Den Abschluss bildet Bernd Hammerschmidt, der die Entnazifizierung des ehemaligen Lengericher Bürgermeisters Steinriede untersucht und damit ein eindringliches Beispiel für die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Nachkriegszeit liefert.

 

Die Beiträge des 8. Bandes der Forschungen und Funde eröffnen neue Perspektiven und tragen zur kontinuierlichen Erweiterung des historischen Wissens über das Nordmünsterland und seine Nachbarregionen bei.


10.11.2020 - Neuer Jahresband der Reihe „Forschungen und Funde“ erschienen – Neun Studien zur Geschichte des nördlichen Münsterlandes

 

Der neue Jahresband der Reihe „Forschungen und Funde“ ist erschienen und präsentiert auf 224 Seiten erneut eine breite Auswahl regionalhistorischer Studien aus dem nördlichen Münsterland. Insgesamt neun Historikerinnen und Historiker beleuchten in der aktuellen Ausgabe ein vielfältiges Themenspektrum – von Namen und Sagen über Biografien bis hin zu Seuchengeschichte und territorialen Beschreibungen.

 

Einen namenkundlichen Schwerpunkt setzt Paul Derks, der in einer sprachgeschichtlichen Studie die Herkunft und Entwicklung der Bezeichnungen Osning beziehungsweise Teutoburger Wald untersucht und neue Akzente in der Diskussion um diesen bedeutenden westfälischen Gebirgszug setzt.

 

Mit der regionalen Sagenwelt beschäftigt sich Josef Wermert, der die Nienborger Erzählung vom „Wilden Bernd“ kritisch auf ihren historischen Kern hin beleuchtet. Einen biografischen Zugang wählt Helmut Lensing, der das Leben des Hörsteler Land- und Reichstagsabgeordneten Josef Hagemann nachzeichnet und dessen politische wie soziale Spuren nachverfolgt.

 

Mehrere Beiträge widmen sich darüber hinaus der Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts: Sebastian Schröder stellt die Landesbeschreibung des preußischen Hofgelehrten Jacob Paul von Gundling für die Territorien Tecklenburg und Lingen vor, während Alfred Wesselmann die Lengericher Jugendzeitschrift „Das Wikingerschiff“ und ihre Funktion im Kontext nationalsozialistischer Propaganda analysiert. Einen medizinhistorischen Blick wirft Anke Hackethal, die die Sterblichkeit während der Spanischen Grippe in Emsdetten in den Jahren 1918/19 untersucht und damit einen wichtigen Beitrag zur lokalen Medizinal- und Sozialgeschichte leistet.

 

Mit einem zentralen Thema spätmittelalterlicher Rechts- und Sozialgeschichte befasst sich Josef Bröker, der die Auseinandersetzungen um den Zehnten – eine traditionelle kirchliche Abgabe – in der Bauerschaft Unseligen Leden bei Ibbenbüren untersucht.  Zuletzt behandelt Gerd-Ulrich Piesch die historische Landwehr auf den Hohner Bergen, ein bedeutender Bestandteil der vormodernen Grenz- und Verteidigungsanlagen im Raum Lengerich.

 

Mit sorgfältigen Quellenstudien, neuen Themen und differenzierten Perspektiven trägt der neue Band der Forschungen und Funde wesentlich zur weiteren Erschließung neuer Perspektiven auf die Geschichte der Region bei.


2.10.2020 - Dritter Band der Nordmünsterland-Studien erschienen

Im Jahr 2020 erinnern wir uns in Deutschland an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren. Mit der Kapitulation des nationalsozialistischen Staates im Mai 1945 ereignete sich ein elementarer Bruch in Politik, Gesellschaft, Kultur und Recht. Die Deutschen mussten nun nach über einem Jahrzehnt der Diktatur Demokratie neu lernen. Dieser demokratische Neuanfang nach 1945 ist aber bisher auf lokaler Ebene kaum näher untersucht worden. Wie etablierten sich welche Parteien vor Ort und wie gestalteten sich die Anfänge des neuen politischen Lebens?

Diese Fragen werden in der vorliegenden Publikation, am Beispiel der Stadt Lengerich (Kreis Steinfurt) beantwortet und die Neu-Anfänge der politischen Parteien (SPD, CDU, FDP) in den Blick genommen. In akribischer Kleinarbeit wurden von den Autoren Akten und Zeitungsausgaben durchforstet, um ein Bild der politischen Umstrukturierung und des demokratischen Neuanfangs der ersten Jahre nach der „Stunde Null“ in Lengerich zu zeichnen. Da es bislang
nur wenige detaillierte Lokalstudien gibt, stellt diese Untersuchung auch einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser frühen Phase der Nachkriegszeit in vergleichender Perspektive dar. Somit weist die Publikation weit über die Grenzen Lengerichs hinaus.


10.06.2020 - Neuer Grundlagenband zur Geschichte von St. Dionysius in Rheine erschienen

 

Mit dem Aufsatzband "Bürgersinn & Seelenheil. Der Kirchenschatz von St. Dionysius in Rheine“ haben die Museen der Stadt Rheine – herausgegeben von Mechthild Beilmann-Schöner und Thomas Fusenig – eine umfassende wissenschaftliche Publikation zur Bau- und Kirchengeschichte der Rheiner Pfarrkirche vorgelegt. Der Band entstand begleitend zur Ausstellung, die anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Glockenaufhängung im Jahr 1520 eröffnet werden sollte, aber durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie verschoben werden muss.

  

Die Publikation nimmt die um 1440 begonnene gotische Pfarrkirche St. Dionysius sowie ihren bedeutenden Kirchenschatz als Ausgangspunkt, um die historischen, sozialen und religiösen Rahmenbedingungen der Stadt Rheine bis 1800 zu beleuchten. Fachleute aus den Bereichen Archäologie, Sozial-, Kirchen-, Kunst-, Glocken- und Baugeschichte wirkten an dem Band mit und lieferten eine interdisziplinäre Gesamtschau, die neue Forschungsergebnisse zu Architektur, Frömmigkeitsgeschichte, Stifterwesen und städtischer Entwicklung zusammenführt.

 

 Aus der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland brachten ebenfalls mehrere Mitglieder ihre Expertise ein.

 

Sebastian Kreyenschulte steuert zwei Studien bei:

  • Hoch- und spätmittelalterliche Abpfarrungen von St. Dionysius in Rheine
    In dieser Untersuchung analysiert Kreyenschulte die Entwicklung der Pfarrgrenzen und Abpfarrungen seit dem Hochmittelalter. Seine quellengesättigte Studie führt zu einer Neubewertung früherer Forschungsannahmen und bietet wichtige Impulse für die kirchengeschichtliche Rekonstruktion der Region.

  • Neue Forschungen zur Mission, Kirchengeschichte und Christianisierung im nordwestlichen Münsterland
    Auf Grundlage neuer archäologischer und historischer Erkenntnisse wertet er den Quellenbefund zur frühmittelalterlichen Missionsgeschichte aus und bewertet die Aussagekraft der Schriftquellen für die Entstehung kirchlicher Strukturen teilweise neu.

Christof Spannhoff ergänzt den Band durch zwei weitere Beiträge:

  • Die vorchristliche Religion der alten Sachsen
    Spannhoff untersucht religiöse Vorstellungen, Kultpraktiken und Muster der Region vor der Christianisierung und bietet damit einen grundlegenden Überblick über die religiösen Rahmenbedingungen des Frühmittelalters.

  • Leben mit den Toten – Der Rheiner Dionysius-Kirchhof
    Dieser Beitrag widmet sich der Nutzung und Bedeutung des historischen Kirchhofs und zeigt, wie Bestattungswesen, Memorialpraxis und städtischer Raum über Jahrhunderte miteinander verflochten sind.

 

Mit diesen und weiteren Beiträgen (u.a. von Prof. Dr. Arnd ReitemeyerProf. Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Dr. Michael Huyer und Dr. Katrinette Bodarwé) bietet der Grundlagenband eine umfassende wissenschaftliche Bestandsaufnahme zur Geschichte der Pfarrkirche St. Dionysius und ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Rheine.

 


5.2.2020 - Neuer Forschungsband zu westfälischen -meier-Namen erschienen – Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland maßgeblich beteiligt

 

In Westfalen gehören sie zum alltäglichen Bild: Namen mit der Endung -meier oder -meyer.Ob Brenninkmeyer, Langemeyer, Kiffmeyer, Tassemeier oder Wermeyer – kaum eine Region zeigt eine größere Vielfalt dieser Familien- und Hofnamen. Was heute selbstverständlich erscheint, war jedoch im Mittelalter keineswegs üblich. Ursprünglich bezeichnete der „Meier“ (von lat. maior – „der Größere“) eine hochgestellte Amtsperson, die einen Herrenhof verwaltete und Abgaben eintrieb. Erst ab dem 15. Jahrhundert kam es – wie vormoderne Steuerregister zeigen – zu einer auffallenden Verbreitung solcher Namen, die nur noch selten eine direkte Verbindung zu tatsächlichen Meierhöfen hatten.

 

Welche historischen Entwicklungen, sozialen Strukturen und sprachlichen Prozesse hinter dieser „Vermeierung“ der Familiennamen stehen, war Thema eines interdisziplinären Symposiums, das in der Draiflessen Collection in Mettingen stattfand. Die Ergebnisse liegen nun im Sammelband Brenninkmeyer, Langemeyer, Tassemeier. Die Hof- und Familiennamen auf -meier im Tecklenburger Land vor.

 

Der Band ist dreisprachig (Deutsch, Englisch, Niederländisch) und regional vergleichend angelegt. Neben dem Tecklenburger Land werden auch das Münsterland, das Emsland, Ostwestfalen sowie der niederländische Sprachraum einbezogen. Sprachwissenschaft, Landesgeschichte und Volkskunde verbinden sich dabei zu einem breit angelegten Blick auf die Kulturgeschichte Westfalens.

 

Gleich vier Mitglieder der Forschungsgemeinschaft haben maßgeblich an dem Band mitgewirkt.

  • Christof Spannhoff, Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft und Mitherausgeber des Bandes, analysiert die –meier-Namen in der ehemaligen Grafschaft Tecklenburg.

  • Sebastian Kreyenschulte beleuchtet die Grundstrukturen der ländlichen Gesellschaft, in der –meier-Namen entstanden und sich verbreiteten.

  • Josef Bröker, ebenfalls Mitglied der Forschungsgemeinschaft, untersucht Herkunft und Bedeutung des Familiennamens Brenninkmeyer, der eng mit der Geschichte Mettingens verknüpft ist.

  • Sebastian Schröder steuert mit „Das Tecklenburger Land: Herrschaft – Wirtschaft – Religion“ eine historische Grundstudie bei, die zentrale Rahmenbedingungen für die Entwicklung regionaler Hof- und Familiennamen liefert.

 

Bibliographische Angabe

 

Brenninkmeyer, Langemeyer, Tassemeier. Die Hof- und Familiennamen auf -meier im Tecklenburger Land, hrsg. v. d. Draiflessen Collection, bearb. v. Kai Bosecker und Christof Spannhoff, Mettingen 2019.

 

Zu beziehen sind die drei Sprachfassungen des Bandes bei der

Draiflessen Collection

Georgstr. 18

D-49497 Mettingen

Tel.: +49. (0) 5452. 91 68-0

[email protected]

https://www.draiflessen.com/articles/638?locale=de

 


6.12.2019 - Zweiter Band der Nordmünsterland-Studien erschienen

Mit seiner hier vorgelegten detail- und kenntnisreichen Untersuchung „ham und hlâr-. Zaun und Hegung in westfälischen Ortsnamen“ hat der Verfasser, Prof. Dr. Paul Derks (Essen), ein die Namenforschung seit Jahrzehnten beschäftigendes Problem endgültig gelöst und damit eine empfindliche Lücke in der niederdeutschen Namenkunde geschlossen.

Der Autor scheute die mühevolle und aufwendige Arbeit nicht, die einzelnen, bisher vorgebrachten Argumentationen zu den beiden Namenwörtern genauestens zu prüfen und zu beurteilen. Das Ergebnis ist eindeutig: Viele Erklärungen von Ortsnamen, die in Heimatkalendern, regionalen Zeitschriften, Stadt- und Ortsgeschichten, aber auch in wissenschaftlichen Periodika und Nachschlagewerken veröffentlicht worden sind, müssen mit dem Erscheinen des vorliegenden Buches umgeschrieben werden und sind vielfach haltlos geworden.


4.12.2019 - Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft

Im Institut für vergleichende Städtegeschichte fand am 4. Dezember 2019 die Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes statt. Danach trug Mitglied Dr. Peter Ilisch über die Entwicklung der Stadt Horstmar im 19. Jahrhundert vor.


19.11.2019 - Mitglied der Forschungsgemeinschaft erhält den Geschichtspreis des Mindener Geschichtsvereins

 

Sebastian Schröder M.A. (2.v.l.), Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland und Mitarbeiter des Instituts für vergleichende Städtegeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wurde am 19.11.2019 mit dem Geschichtspreis des Mindener Geschichtsvereins ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Masterarbeit „Die Lübbecker Mark. Die Organisation städtischer Markenherrschaft im Minden-Ravensberger Land (1570–1800)“.

 

Foto von Lena Krull, Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster

Einen Beitrag des Mindener Tageblatts finden Sie hier.


24.10.2019 - Mitglied der Forschungsgemeinschaft erhält das Bundesverdienstkreuz

 

Am 24. Oktober wurde dem Heimatforscher und Mitglied der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., Josef Bröker aus Ibbenbüren, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Landrat des Kreises Steinfurt, Dr. Klaus Effing, verliehen.

 


2.7.2019 - Junge Geschichts- und Kulturforscher gesucht! Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. schreibt regionalen Kulturwissenschaftspreis aus

Mit dem Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau geht auch für die Region Ibbenbüren ein mindestens über 500-jähriges Kapitel der Bergbaukultur zu Ende. Der Blick zurück in die Vergangenheit und auf die Alltagswelt ist daher ein derzeit aktuelles Thema. Deshalb lobt die Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. in diesem Jahr erstmals einen Preis für junge Geschichts- und Kulturforscher aus.

 

Der „Nordmünsterland-Preis“ soll für Arbeiten vergeben werden, die sich mit der Geschichte der Region zwischen Rheine, Ibbenbüren, Greven und Osnabrück, aber auch mit der Alltagskultur, der Sprache oder der Namenwelt dieser Gegend, einzelner Orte oder Teilregionen befassen.

 

Der thematischen Phantasie ist dabei keine Grenze gesetzt. Maßgeblich sind der regionale Bezug und eine Darstellung auf Basis verlässlicher Quellen, die in der Arbeit angegeben werden müssen. Diese Quellen finden sich in Archiven, Bibliotheken, bei Heimatvereinen und Privatpersonen. Auch mündliche Schilderungen von Zeitzeugen können – etwa bei zeitgeschichtlichen Themen – ausgewertet werden.Zudem existieren im öffentlichen und privaten Raum zahlreiche spannende Sachquellen wie Grenz-, Grab- oder Gedenksteine, Inschriften (etwa an Fachwerkhäusern), Bauwerke sowie technische Denkmäler, die gesammelt, dokumentiert und untersucht werden können. Aber es gibt auch noch vieles mehr zu entdecken, wenn man die Augen offen hält.


Bei textlichen Ausarbeitungen sollte der Umfang 10 bis 15 Seiten umfassen. „Es können aber auch andere innovative Formen wie Audio-Dateien, Videos oder Animationen (Augmented Reality) eingereicht werden“, so Dr. Christof Spannhoff, der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft. Teilnehmen dürfen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die als Einzelperson, aber auch als Gruppe eine Arbeit einreichen können. Vergeben werden insgesamt vier Preise: Der 1. Preis ist mit 350 Euro, der 2. mit 250 und der 3. mit 150 Euro dotiert. Zudem gibt es einen Sonderpreis (300 Euro) für besondere Kreativität. Die ausgezeichneten Arbeiten werden im Anschluss von der Forschungsgemeinschaft veröffentlicht.


Bewertet werden die Arbeiten durch eine dreiköpfige Jury, die aus Regionalhistorikern und Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft besteht. Finanziell unterstützt wird der Nordmünsterland-Preis durch die RAG-Stiftung.
Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2019. Die Arbeiten können per E-Mail an [email protected] oder per Post an die Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes, Am Sümpelmannhof 38, 44379 Dortmund, geschickt werden.

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen über den Nordmünsterland-Preis


25.02.2019 - Der LWL verleiht seinen LWL-Preis für westfälische Landeskunde an den Vorsitzenden der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland Christof Spannhoff aus Lienen

 

Gronau/Lienen (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten LWL-Preis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an Dr. Christof Spannhoff aus Lienen (Kreis Steinfurt). Das hat der LWL-Kulturausschuss in Gronau beschlossen. Spannhoff wird die Auszeichnung für seine "bürgernahe Heimat- und Geschichtsarbeit im Nordmünsterland" verliehen.

"Christof Spannhoff ist ein ausgewiesener Landeshistoriker, der ehrenamtlich mit außerordentlichem Engagement die westfälische Landesgeschichte, vor allem die des Nordmünsterlandes erforscht und seine Ergebnisse vielen Lesern und Zuhörern vermittelt", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. "Die Liste seiner Publikationen ist beeindruckend, die thematische und epochale Breite ist bewundernswert. Spannhoff verbindet in seinen Beiträgen den neuesten Stand der Forschung mit landesgeschichtlichem Interesse. Er hat bei seinen Forschungen nicht nur die Fachwissenschaft im Auge, sondern es geht ihm auch gerade um geschichts- und heimatinteressierte Bürger", so der Rat weiter.

Der 1981 in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geborene Spannhoff, lebt heute in Lienen (Kreis Steinfurt). Er studierte an der Universität Münster Geschichte und Deutsch und promovierte 2013 mit der Dissertationsschrift "Leben ohne die Toten", in der er die Friedhofsverlagerungen im Kreis Tecklenburg von 1789 bis 1890 behandelte. Seit 2013 ist Spannhoff wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Münster.

Seit seiner Studienzeit hat Spannhoff zu seiner Heimatregion, dem Tecklenburger Land und zu seinem Heimatort Lienen geforscht. Dieses Engagement hat er kontinuierlich fortgesetzt und regional erweitert. So arbeitet er heute ehrenamtlich als Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes, im Vorstand des Kreisheimatbundes Steinfurt und als Mitglied in der Volkskundlichen Kommission für Westfalen des LWL.

Der LWL vergibt seinen LWL-Preis für westfälische Landeskunde (früher Förderpreis) jährlich an ehrenamtlich engagierte Personen, die einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur westfälischen Landeskunde geleistet haben. Er soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität in ihrer Freizeit wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.

 

Pressemitteilung des LWL.


16.08.2018 - "Gefällt mir!" – Landrat des Kreises Steinfurt empfiehlt Lektüre des neuen Beitrags-Bandes

 

Zur Übergabe der Exemplare des vierten Bandes der Zeitschrift "Nordmünsterland. Forschungen und Funde" besuchten Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland den Landrat des Kreises Steinfurt.

 

Dr. Klaus Effing empfahl im Anschluss Interessierten die Lektüre verschiedener Aufsätze auf seiner Facebook-Seite.


05.08.2018 - Experteninterview im Bayrischen Rundfunk

 

Widukind, der Sachsenherzog, wurde berühmt als ärgster Feind von Karl dem Großen. Und er wurde zum Mythos – als heidnischer Feldherr, frommer Christ und “Rasseheld” der Nationalsozialisten.

 

Mit diesem Thema befasste sich eine aktuelle Folge der Reihe radioWissen des Bayerischen Rundfunks (Bayern 2) am 3. August 2018. Als Experte für den Mythos um den Sachsenanführer und Widersacher Karls des Großen wurde der Historiker Dr. Christof Spannhoff, u.a. Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, interviewt.

 

Die Sendung in der ARD Mediathek nachhören.


16.04.2018 - Rätsel der Ortsgeschichte Westerkappelns gelöst

 

Dr. Christof Spannhoff löste kürzlich durch einen Fund die Frage nach dem Jahr der Stadterhebung Westerkappelns (Quelle: Westfälische Nachrichten, Lokalteil Westerkappeln, 13.4.2018).


20.01.2018 - Vierter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Friedhöfe, Schützen, Kirchenpatronat, Lehnsprozesse, Kunst und Kommerz im 17. Jahrhundert sowie Ortsnamen: Die thematische Palette des aktuellen 4. Bandes der regionalgeschichtlichen Zeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde ist wieder einmal recht breit aufgefächert. Auch zeitlich spannt sich der Bogen auf fast 300 Seiten erneut vom Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit.

Breites Interesse dürfte in diesem Jahr allerdings der Beitrag zu den Schützen in der Region finden. Denn über die vielen Facetten der Geschichte der Schützen im nördlichen Münsterland schreibt der Historiker Sebastian Kreyenschulte in einem umfang- und materialreichen Aufsatz. Darin räumt er mit vielen alten Vorstellungen auf, die sich vielfach bis heute erhalten haben – etwa, dass der Ursprung der Schützen in der Verteidigung der Städte und ihrer Bewohner liege. Ausführlich legt Kreyenschulte die spätmittelalterliche Geschichte der Schützen in den katholischen und protestantischen Städten des nördlichen Münsterlandes als Bruderschaften dar und erklärt ihre mehrfach wandelnden Rollen in der städtischen und in der ländlichen Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte. Außerdem wendet sich der Autor auch dem Problem der Datierung des Alters vieler moderner Schützenvereinigungen zu, die sich selbst gerne eine weit in die Vergangenheit reichende Kontinuität zuschreiben. Nach Kreyenschultes genauen Prüfungen ist dies allerdings nur in wenigen Fällen zulässig und möglich. Sein Fazit: Viele Schützenvereine im Kreisgebiet sind jünger, als sie sich selbst zuschreiben.

Neben diesem umfangreichen Beitrag enthält der Band weitere grundlegende Aufsätze. Christof Spannhoff untersucht in einer breit angelegten Studie die Verlagerung der Begräbnisplätze in Lienen zwischen 1824 und 1857 und zeigt die komplexen administrativen, sozialen und hygienischen Voraussetzungen dieses Prozesses auf. Sebastian Schröder widmet sich einem Konflikt um das Kirchenpatronat im ostwestfälischen Alswede im Jahr 1616, in dem sich der Einfluss des regionalen Adels und der Grafschaft Tecklenburg exemplarisch gegenüberstanden. Josef Bröker wiederum erschloss neue archivalische Erkenntnisse zum Lehnsprozess Grothaus gegen Twist um das Burglehen Wittlage und wirft damit neues Licht auf ein lange bekanntes, aber bislang nur unzureichend verstandenes Rechtsverfahren der Frühen Neuzeit.

 

Ergänzt wird der Band durch mehrere Miszellen, die spezifische Einzelaspekte der Regionalgeschichte beleuchteten. Peter Ilisch analysiert die Verbindung von Kunsthandel und kommunaler Amtsführung anhand zweier Horstmarer Bürgermeister des 17. Jahrhunderts, während Christof Spannhoff die Entwicklung des Ortsnamens Wersen (Gemeinde Lotte, Kreis Steinfurt) nachzeichnet. Sebastian Schröder schließlich überprüft die Überlieferung einer vermeintlichen Klosterordnung des Stifts Leeden aus dem Jahr 1585.


Unterstützt wurde die Drucklegung des dritten Bandes der Zeitschrift, die im Lippe Verlag erscheint, durch den Kreis und die Kreissparkasse Steinfurt.

Die 272-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 4 (2017), herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., ISBN 978-3-89918-063-3, ist im Buchhandel und bei der Forschungsgemeinschaft unter www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.


22.04.2017 - Forschungsgemeinschaft stellt neues Buch im Kreishaus vor

 

Zur Vorstellung des jüngst erschienenen Beitragsbandes „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ trafen sich die Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland mit Landrat Dr. Klaus Effing im Kreishaus in Steinfurt. Die Regionalhistoriker Sebastian Kreyenschulte und Dr. Christof Spannhoff erläuterten die vielfältigen Themen des diesjährigen Sammelbandes mit Beiträgen zur Geschichte des Steinfurter und Tecklenburger Landes.

 

Unter anderem finden sich dort das Lebensbild eines Teilnehmers des Ersten Weltkrieges aus Lengerich sowie Beiträge zur Reformation des Klosters Leeden oder zu den Edelherren von Steinfurt.

 

Das 287 Seiten starke Buch ist zum Preis von 14,90 Euro bei der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland erhältlich.

 

 


23.02.2017 - Dritter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Holzgerichte, die Wahrnehmung der Reformation im Stift Leeden bei Tecklenburg, die Ursprünge der Edelherren von Steinfurt, der Metelener Stadtbrand von 1815 sowie der Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948) und das Lebensbild eines Lengericher Pfarrerssohnes im Ersten Weltkrieg, aber auch die Ortsnamen Kattenvenne und Wettringen: Das ist die umfangreiche Themen- und Epochenpalette, die sich auf fast 300 Seiten im kürzlich erschienenen dritten Band der regionalgeschichtlichen Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ findet.

Unterstützt wurde die Drucklegung des dritten Bandes der Zeitschrift, die im Lippe Verlag erscheint, durch den Kreis und die Kreissparkasse Steinfurt.

Die 287-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 3 (2016), herausgegeben von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., ISBN 978-3-8991-8053-4, ist im Buchhandel und bei der Forschungsgemeinschaft unter www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.

Aufsätze


Sebastian Schröder
Das Holzgericht – Untersuchungen zu seiner sozialen Funktion an nordwestfälischen Beispielen, S. 7–60

Johannes Hofmeister
Die Fotografien des Naturschutzpioniers Dr. Hermann Reichling (1890-1948) aus dem Nordmünsterland, S. 61–87

Christof Spannhoff
Das Namenglied katten- in Orts- und Siedlungsnamen am Beispiel Kattenvennes (Gemeinde Lienen, Kreis Steinfurt), S. 89–127

Alfred Wesselmann
34 französische Soldaten als kleine Plagegeister? Das zentrale Fronterlebnis eines Lengericher Pfarrerssohns im Ersten Weltkrieg. Ein Kriegsverbrechen? S. 128–137

Quellenabdruck: Aus großer Zeit – Lebensbild eines Frühvollendeten. Ein Erinnerungsbuch über den gefallenen Lengericher Pfarrerssohn Walther Kerstein (1897–1916), S. 138–195

Sebastian Schröder
„unndt alle mit einander der Augspürgischen confession zugethaen gewesen.“ Erinnerungen und Wahrnehmungen der Reformation im Stift Leeden in einem Zeugenprotokoll von 1630. Mit einem Exkurs: Existierte die vom Chronisten Gerhard Arnold Rump überlieferte Klosterordnung von 1585 tatsächlich?, S. 196–219

Christof Spannhoff
Von Fakten und Fiktionen: Die Ursprünge der Edelherren von Steinfurt, S. 220–243

Miszellen

Peter Ilisch
Der Metelener Stadtbrand von 1815, S. 244–256

Sebastian Kreyenschulte
Einblicke in das landwirtschaftliche Leben vor 100 Jahren in Rheine: Aus den Erinnerungen des Landwirtes Carl Heinrich Hovekamp (1888–1941) – ein Quellenabdruck, S.257–267

Peter Ilisch
Das „Alte Rockelsche Registrum“ – Ein privates Einnahmeregister des Drosten von Bevergern Caspar Valcke, S. 268–275

Sebastian Kreyenschulte
Ein -ingen-Name im Altniederdeutschen: Der Ortsname Wettringen (Kreis Steinfurt), S. 276–286.


29.05.2016 - Forschungsgemeinschaft zu regionalgeschichtlichen Gesprächen in Schapen

 

Fragen zur (früh-)mittelalterlichen Geschichte und zur Kirchengeschichte des südlichen Emslandes diskutierten auf Einladung von Dr. Andreas Eiynck vom Emslandmuseum Lingen Geschichtsinteressierte aus Politik und historischen Vereinigungen des Emslandes mit Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes.

 

Auf dem Bild u.a.: Karlheinz Schöttmer (Schapener Bürgermeister), Willi Brundiers (Mitglied des Kreistages), Dr. Thomas Reimann (Universität Osnabrück), Dr. Christof Spannhoff (Universität Münster).

 

Link zum Presseartikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung.


07.03.2016 - Forschungsgemeinschaft beim Landrat des Kreises Steinfurt

 

Geschichte ist alles andere als ein „alter Hut“! Sie ist nichts „Gewesenes“ oder „Vergangenes“, sondern hat eine wichtige aktuelle Funktion für das „Heute“. Denn zum einen gibt sie uns als geschichtlichen Wesen eine Identität, zum anderen können wir ohne Geschichte die Phänomene und Gegebenheiten unserer Gegenwart nicht verstehen: Geschichte erklärt uns, warum unserer Welt heute so ist, wie sie ist – und wie sie funktioniert.Auf der Basis dieses Wissens lässt sich dann Zukunft gestalten.

 

Diese elementaren gesellschaftlichen Grundsätze diskutierten die Vertreter der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V., Sebastian Kreyenschulte und Dr. Christof Spannhoff mit Landrat Dr. Klaus Effing in einem persönlichen Gespräch im Kreishaus und stellten dabei die Vorhaben und Ziele der jungen Geschichtsinstitution vor. Im Jahr 2012 wurde der gemeinnützige Verein von regional beheimateten Historikern und Geschichtsfreunden ins Leben gerufen.

 

Ziel seiner Mitglieder ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des nördlichen Münsterlandes, das sich ungefähr mit dem Gebiet des heutigen Kreises Steinfurt deckt. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, muss allerdings zunächst einmal intensiv geforscht werden, denn aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive stellt der Kreis Steinfurt bislang noch ein weitgehend unbearbeitetes Feld dar.

 

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in Vorträgen, auf Tagungen und Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders wichtig ist hinsichtlich der Veröffentlichung auch die jährlich erscheinende Geschichtszeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, in der wissenschaftliche Beiträge zu Themen der regionalen Geschichte abgedruckt werden.

 

Bislang sind zwei Bände erschienen. Der dritte Band ist in Vorbereitung und wird Ende des Jahres in den Buchhandel kommen. Landrat Dr. Effing zeigte sich von dem Vorhaben der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder beeindruckt und befürwortete die Ziele des Geschichts-Gremiums.

 

V.l.n.r. Dr. Effing, Dr. Spannhoff (Foto: Dorothea Böing).


06.03.2016 - Archivtag des Kreises Steinfurt unter dem Motto "200 Jahre Kreis Steinfurt (1816-2016)"

 

Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland nahmen am Sonntag, den 6. März 2016 am Tag der Archive im Kreishaus Steinfurt teil. Neben der Vorstellung der Arbeit der Forschungsgemeinschaft wurde das vom Kreis herausgegebene und von Dr. Christof Spannhoff redigierte Buch "Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt" präsentiert. Viele Archivare der Kommunalarchive des Kreises haben darin Beiträge zur 200-jährigen Geschichte zusammengetragen.


05.03.2016 - Beitrag zu Ortsnamen bei Radio RST

 

Was bedeuten eigentlich die Ortsnamen im Kreis Steinfurt? Der Historiker Sebastian Kreyenschulte, Mitglied der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, gab dazu ein Interview beim Regionalsender Radio RST und erklärte einige Orts- und Siedlungsnamen aus dem nördlichen Kreisgebiet.


24.02.2016 - Forschungs-Gemeinschaft Nordmünsterland auf dem Archivtag des Kreises Steinfurt

 

Am 6. März 2016 findet der Archivtag im Kreishaus Steinfurt statt, bei dem die Kommunalarchive sowie das Kreisarchiv für sich werben und Exponate ausstellen, um interessierten Besuchern einen Einblick in die historischen Bestände zu geben. Zum 200. Jahrestages des Kreises, der 1816 durch die preußische Regierung gegründet wurde, wird außerdem das Buch "Wege in die Geschichte des Kreises Steinfurt" vorgestellt. Der Band enthält auch Beiträge von Mitglieden der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland.

 

Begleitend zum Programm werden auch zwei Vorträge zur Geschichte und Entwicklung des Kreises Steinfurt von Dr. Christof Spannhoff gehalten. Die Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland wird mit einem eigenen Stand vor Ort sein und die bisher erschienen Bände zum Kauf anbieten.


17.02.2016 - Vortrag zur Gründung des Kreises Tecklenburg 1816

 

Der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland, Dr. Christof Spannhoff, referierte am 16. Februar 2016 vor etwa 50 Zuhörern beim Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg zum Thema "Als die Verwaltung laufen lernte. Die Gründung des Kreises Tecklenburg 1816".

 

Weitere Informationen finden Sie im Pressebericht hier (Foto (l.) von Frank Bosse).


10.12.2015 - Geschichte aus der Region für die Region: Zweiter Band der Geschichtszeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde für den Kreis Steinfurt erschienen

 

Frühmittelalterliche Gaue, hochmittelalterliche Kirchengründungen, Urbare, Urkunden und Presbyterialprotokolle sowie Handelsbeziehungen in die Niederlande, aber auch die zwiespältige Geschichte von Kriegerdenkmalen: Das ist die umfangreiche Themen- und Epochenpalette, die sich auf über 200 Seiten im kürzlich erschienenen zweiten Band der regionalgeschichtlichen Zeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde findet.

 

 

Die Zeitschrift, die sich Fragen der lokalen und regionalen Geschichte im Steinfurter Kreisgebiet und angrenzender Regionen widmet, wird jährlich von der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. herausgegeben.

 

Im aktuellen Band finden sich historische Beiträge, die Lengerich, Lienen, Metelen, Neuenkirchen bei Rheine, Rheine-Rodde, Hopsten-Schale, Leer oder Sassenberg-Füchtorf betreffen. Gefördert wurde die Drucklegung des zweiten Bandes der Zeitschrift, die im münsterischen Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat erscheint, mit einer Spende der VR-Bank Kreis Steinfurt eG.

 

Die 208-seitige Zeitschrift Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 2 (2015), ISBN 978-3-95902-133-3, ist im Buchhandel und im Internet zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.


31.10.2015 - Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft

 

Zur Mitgliederversammlung der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland,  am 31. Oktober 2015, gehörten in diesem Jahr auch Vorstandswahlen. Der bisherige Kassenwart, der Bielefelder Historiker Thomas Reuß (l.), stellte sein Amt aus beruflichen Gründen zur Disposition. An seine Stelle trat der Rheiner Rechtsanwalt Alexander Kerstiens (r.), der die Geschäfte des gemeinnützigen Vereins in den kommenden Jahren führen wird.


09.12.2014 - Vorstellung des ersten Bandes bei der Kreissparkasse

 

In den Räumen der Kreissparkasse Ibbenbüren stellten Vorstandsmitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland am 9. Dezember 2014 den ersten Band von Nordmünsterland. Forschungen und Funde vor. Der Band umfasst Aufsätze verschiedener Autoren zu regionalgeschichtlichen Themen. Durch eine Spende der Kreissparkasse konnte die Herausgabe des knapp 300-seitigen ersten Bandes realisiert werden.


28.10.2014 - Neue Geschichtszeitschrift für das nördliche Münsterland

 

Wie und mit welchen Gebräuchen und Ritualen kam man in Lienen und Umgebung im 18. und 19. Jahrhundert „unter die Erde“? Und was hat es ursprünglich mit den Tie-Plätzen auf sich?

 

Antworten auf diese Fragen kann man in mehreren umfang- und materialreichen Aufsätzen im ersten Band der neuen regionalhistorischen Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“ finden, der jüngst erschienen ist. Die gut 300 Seiten umfassende Geschichtszeitschrift wird jährlich von der „Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V.“ herausgegeben.

 

Neben den beiden genannten Aufsätzen, hat sich deren Autor Christof Spannhoff in einem dritten Beitrag mit dem Namen des „Heiligen Meeres“ bei Hopsten und dessen älteren Benennung „Drevanameri“ beschäftigt. Der Bremer Historiker Johannes Hoffmann lenkt mit seinem Aufsatz „Außenposten der tridentinischen Reform. Die Meppener Jesuitenresidenz im Zeitalter der Konfessionalisierung“ den Blick auf das angrenzende Emsland und das historische Niederstift Münster. Hoffmann legt anschaulich dar, welche maßgebliche Rolle münsterische Jesuiten in einem protestantisch stark beeinflussten Gebiet bei der Durchsetzung der tridentinischen Reform und der katholischen Konfessionalisierung einnahmen. Der Bochumer Geschichtswissenschaftler Sebastian Kreyenschulte untersucht auf lokaler Ebene die Entstehung eines spätmittelalterlichen Weichbilds am Beispiel Neuenkirchens bei Rheine. Außerdem beschäftigt er sich in einem Kurzbeitrag mit einer interessanten Unternehmerbiographie und gibt damit einen Einblick in das ländlich-kleinstädtische Wirtschaftsgefüge des 19. Jahrhunderts im nordwestlichen Münsterland.

 

Gefördert wurde die Drucklegung des ersten Bandes der Zeitschrift, die im münsterischen Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG erschienen ist, mit einer großzügigen Spende der Kreissparkasse Steinfurt. Die 292-seitige Zeitschrift „Nordmünsterland. Forschungen und Funde“, Band 1 (2014), ISBN 978-3-95645-315-1, ist im Buchhandel, im Internet sowie unter [email protected] zum Preis von 19,90 Euro zu erwerben.


23.09.2013 - Nur altes Gerümpel?

 

Vortrag von Dr. Andreas Eiynck zum Thema „Haus und Inventar als Quelle zur Hofgeschichte im nördlichen Münsterland“

 

„Das ist doch alles nur altes Gerümpel!“ mag der eine oder andere beim Anblick von altertümlichen ackerbaulichen Gerätschaften und hauswirtschaftlichen Gebrauchsgegenständen aus alten Bauernhäusern denken. Doch dass das Hab und Gut unserer Vorfahren auch eine spannende Geschichtsquelle sein kann, können sich die Wenigsten vorstellen. Für die historische Volkskunde und die Alltagsgeschichte bieten alte Utensilien des täglichen Gebrauchs und betagte Einrichtungsgegenstände aber einen aufschlussreichen Einblick in die vollkommen andere Lebenswelt der Menschen vergangener Tage.

 

Was genau diese alten Gegenstände über ihre Nutzung im land- und hauswirtschaftlichen Alltag früherer Zeiten verraten, darüber gab ein Vortrag von Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums Lingen, Auskunft. In unterhaltsamer Weise und mit umfangreichem Bildmaterial referierte der promovierte Volkskundler zum Thema „Haus und Inventar als Quelle zur Hofgeschichte im nördlichen Münsterland“. Dabei berichtete der Referent aus seinen laufenden Bestandsaufnahmen und Studien im Kreis Steinfurt, speziell in den Bauerschaften von Burgsteinfurt, Borghorst, Leer, Horstmar und Laer.


11.10.2012 - Besuch im Stadtarchiv Steinfurt

 

Im Oktober lud der Stadtarchivar Steinfurts, Daniel Schulte, Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Nordmünsterland zu einem Besuch und einer Besichtigung des Stadtarchivs Steinfurt ein.

 

Schulte, selbst Mitglied der Forschungsgemeinschaft, zeigte auch die älteste Urkunde des Archivs, die durch einen Wasserschaden stark beschädigt wurde. Im Anschluss an den Besuch traten die Redaktionsmitglieder der Forschungsgemeinschaft zur Vorbereitung der Herausgabe der Zeitschriftenreihe Nordmünsterland. Forschungen und Funde zusammen.

 


15.09.2012 - Gründung der Foschungsgemeinschaft

 

Historiker aus dem Münsterland gründen Verein an der historischen Stätte Kloster Bentlage 

 

Wie ist ein Ortsname wie etwa Rheine zu erklären und welche historischen Informationen gibt er heute noch preis? Welche Einflüsse hinterließen die fränkischen Eroberer unter Karl dem Großen im nördlichen Münsterland vor gut 1200 Jahren? Welches Bild der Konfessionalisierung im 16. und 17. Jahrhundert lassen neu entdeckte Archidiakonal-Akten zeichnen? Was erfahren wir heute noch über das religiöse und kirchliche Leben der Menschen im 17. Jahrhundert aus zeitgenössischen Presbyterial-Protokollen? Welchen Ursprung haben dörfliche Versammlungsplätze wie der „Tie“ und wie alt sind sie? Diesen und vielen weiteren Fragen werden Historiker der neu gegründeten „Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V.“ zukünftig nachgehen.

 

Am Samstag, dem 15. September, traten die Gründungsmitglieder in der historischen Stätte des Klosters Bentlage zusammen und wählten den aus Lienen (Kreis Steinfurt) stammenden Historiker Dr. Christof Spannhoff zu ihrem Vorsitzenden.

 

Ziel des Vereins ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des nördlichen Münsterlandes und daran angrenzender Gebiete. Besonders das Thema „Grenzen“ steht dabei im Zentrum der Betrachtung, von denen im Untersuchungsgebiet viele zu finden sind: territoriale, konfessionelle oder dialektale, aber auch Grenzen und Übergange zwischen Stadt und Land. Die Ergebnisse der Forschungen sollen in einer jährlich erscheinenden Publikation der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 200 bis 250 Seiten möchte die Forschungsgemeinschaft auf diese Weise in jedem Jahr zur geschichtlichen Betrachtung der Region beitragen. Thematisch werden unter anderem alltags- und mentalitätsgeschichtliche, aber auch volkskundliche und sprachwissenschaftliche Themen behandelt.

 

Mit der wissenschaftlichen Zeitschrift will sich die Forschungsgemeinschaft bewusst auch an junge Forscher wenden. „Wir möchten guten Schüler- und Studentenarbeiten mit regionalem Zuschnitt einen eigenen Platz zur Veröffentlichung einräumen“, betonte der neu gewählte Vorsitzende Dr. Christof Spannhoff. Ein Anliegen, dass insbesondere Gründungsmitglied Daniel Schulte begrüsste. Als Stadtarchivar Steinfurts ist es eine seiner Aufgaben, Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Quellen zur Erforschung der Orts- und Regionalgeschichte näher zu bringen. In Kürze wird er deshalb Informationsgespräche, etwa zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, anbieten.

  

Neben der Unterstützung der Bildungsarbeit wird der Verein auch historische Tagungen zu geschichtlichen Themen im Nordmünsterland organisieren und durchführen.